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Jacke wie Hose: Notfallrettung bekommt neue Klamotten
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Drei Trams mehr: M4 fährt wieder alle vier Minuten
Berliner Hausbesuche auf der Kippe: Erfolgreiches Pilotprojekt gegen Einsamkeit im Alter
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Muckefuck-Kollege Patrick hatte es im gestrigen Muckefuck bereits angedeutet: Mittlerweile sind die Wahlergebnisse da und es ist wie erwartet ziemlich ernüchternd. Der Muckefuck wäre heute lieber mit guten Nachrichten gekommen, aber bis Redaktionsschluss erblickten noch nicht mal irgendwelche niedlichen Tierbabys das Licht der Welt. Enttäuschend.
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Weniger enttäuschend dürfte die nächste Zeit für die Notfallrettung der Berliner Feuerwehr sein, denn: Es gibt neue Klamotten! Statt wie bisher in schnödem, traditionellem Rot mit gelben Akzenten wird euer Leben ab sofort von Rettungssanitäter*innen in Leuchtgelb mit roten Farbtupfern gerettet. Ihr werdet sie kaum mehr übersehen können!
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Im Krankenhaus flicken euch bekanntlich Halbgötter*innen in weiß wieder zusammen. Dahin bringen euch demnächst fesche Fashionistas in revolutionärem Design. Den Zuschlag der Ausschreibung für neue Arbeitskleidung erhielt dabei eine Firma aus dem beschaulichen Gerolstein in Rheinland-Pfalz, die auch schon die bisherige Rettungsdienstkleidung geliefert hatte.
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Die beiden neuen Jacken, Hard- und Softshell, hören auf den klangvollen Namen »Apollon Aura« und sind laut Berliner Feuerwehr ideal auf die Bedürfnisse der Notfallrettung zugeschnitten (haha). Die Hosen vermitteln alleine schon durch ihren Namen »Securus« ein besonderes Tragegefühl der Sicherheit, zusätzlich zu einem hohen Tragekomfort.
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Jacke wie Hose haben jede Menge Stauraum und Taschen, wurden auf Schritt und Tritt getestet und in Osteuropa produziert. Und während in der Berliner Ubahn das Brandenburger Tor auf den Fenstern klebt, sitzt der Berliner Feuerwehr jetzt ein Piktogramm davon im Nacken – als modernes Designelement, versteht sich.
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Die Retter*innen können sich dabei jeden Tag aufs Neue einkleiden, denn wie bisher wird die Dienstkleidung als Mietwäsche beschafft. Zu Dienstbeginn nimmt man sich eine frische Montur vom Stapel, nach Dienstende landet sie in der Tonne und eine Reinigungsfirma kümmert sich dann darum, dass (eure) Flecken wieder aus der Wäsche verschwinden.
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Alle anderen Fans auffälliger leuchtgelb-roter Klamotten mit reflektierenden Elementen können sich ziemlich ähnliche Modelle im Onlineshop des Gerolsteiner Unternehmens klicken. Die Hardshelljacke gibt’s für rund 250 Euro, für die Softshelljacke müsst ihr 165 Euro berappen, für die Hose erschwinglichere 120 Euro. Falls der Berliner Feuerwehr mal ein solch schmuckes Kleidungsstück abhanden kommt, zahlt sie jeweils etwas weniger: Für die Jacken zwischen 153 und 227 Euro, pro Hose 105 Euro. Aber wehe, ihr zieht die Halbgötter*innen in leuchtgelb-rot jetzt aus!
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Bild des Tages
Bildgröße rechts mit 620px Breite definieren, mit Innenabstand.
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Hat bald ausgedient: Alte Uniform der Berliner Rettung | Foto: dpa/Monika Skolimowska
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Anderes Thema: Die BVG hat nicht nur ein neues Video (siehe unten), sondern auch gute Nachrichten im Gepäck, zumindest auf der M4. Ab 8. Juli soll die Tram zwischen Hohenschönhausen und Mitte im Berufsverkehr wieder alle vier Minuten fahren statt wie bisher alle fünf Minuten. Auf die Stunde gerechnet sind das immerhin drei ganze Trams!
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Der Grund ist nicht, dass die BVG im Depot ein paar Straßenbahnen übersehen hat, sondern dass Baustellen weitergezogen sind. Keine Entspannung in Sicht ist allerdings beim Busangebot, das im letzten Dezember zusammengestrichen wurde. Verkehrsexperte Nicolas Šustr hat – wieder einmal – die Einzelheiten für euch.
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Nicht nur die Rettung macht gelegentlich – angekündigte – Hausbesuche, auch für Senior*innen gibt es mit den »Berliner Hausbesuchen« ein entsprechendes Angebot gegen Einsamkeit. Diese Informationsgespräche, die bei Rentner*innen zuhause bisweilen bei Kaffee und Kuchen stattfinden, sollen auf Unterstützungsangebote »Rund ums Alter« aufmerksam machen.
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Am Montag wurde das Projekt im Gesundheitsausschuss im Abgeordnetenhaus vorgestellt und alle demokratischen Parteien waren voll des Lobes. Weil aber das Vermögen von Reichen unangetastet bleiben, sondern lieber gespart wird, steht alles auf dem Prüfstand, wie Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) es formulierte. Manche sagen Prüfstand, andere nennen es Kippe. Muckefuck-Kollege Patrick hat für euch Mäuschen beim Gesundheitsausschuss gespielt.
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Freut sich auch immer über Kuchen, Nathan Mattes
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Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen:
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Was heute noch wichtig ist:
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Die Berliner SPD-Fraktion arbeitet an einem Antrag, der die Wiedereingliederung der Berlin Transport GmbH in die BVG bringen soll. In den kommenden zwei Monaten könne ein entsprechender Antrag in Schriftform vorliegen.
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Christian Lelek
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Werden Kandidaten der IG Metall für den Betriebsrat in einer Elektrofirma in Uebigau-Wahrenbrück von der Geschäftsleitung gemobbt? Es gibt in diesem Zusammenhang eine Serie von Verfahren vor Arbeitsgerichten.
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Andreas Fritsche
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Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat die deutsche Fassung eines Handbuchs der Mieter*innengewerkschaft von Madrid veröffentlicht. Für den Kampf gegen den Mietenwahnsinn in Berlin lässt sich das ein oder andere lernen.
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Peter Nowak
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»Teilweise erwartet man uns mit Kaffee und Kuchen.«
Judith Demuth Projektleitung bei den Maltesern
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Ralf Klingsieck, Paris
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Sie machte als Georg Kellermann beim WDR Karriere, war als Korrespondent in Paris und Washington und wurde schließlich Studioleiter in Bonn, Duisburg und Essen. Und sie führte beruflich über vier Jahrzehnte ein Doppelleben, denn privat lebte Georgine Kellermann schon lange als Frau: Sie fuhr in Pumps mit dem Auto bis in die Tiefgarage und war im Büro dann wieder Georg. Das Coming-out plante sie erst für den Tag ihrer Pensionierung. Zu groß war die Angst, man würde sie in der Branche nicht mehr ernst nehmen. 2019, auf dem Weg in den Urlaub, hat sie von einer Minute auf die andere Schluss gemacht mit dem Versteckspiel. Sie outete sich als Frau. Als trans Frau. Seitdem kämpft sie für mehr Toleranz, Sichtbarkeit und Normalität in unserer Gesellschaft.
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