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Drohnen, Laser, Feuerwerk: Viele Pläne fürs Brandenburger Tor an Silvester
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Lieber Züge streichen, als zu spät kommen: S-Bahn reagiert auf mangelnde Zuverlässigkeit
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Streik bei Lieferdienst: Beschäftigte von Lieferando kämpfen um Tarifvertrag
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die Hauptstadt diskutiert mal wieder über eines ihrer Lieblingsthemen: Silvester. Weil die große Party vor dem Brandenburger Tor aufgrund ausbleibender finanzieller Förderung durch den Senat nach Hamburg zieht, wird verzweifelt nach Alternativen gesucht. Nun mischt sich Werner Graf, Fraktionsvorsitzender der Berliner Grünen, ein. Er will zum Jahreswechsel eine große Drohnenshow am Brandenburger Tor.
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Graf ist nicht der einzige, der Vorschläge und Pläne für den Berliner Jahreswechsel hat. Bereits vor knapp zwei Wochen wurde bekannt, dass ein Bündnis aus Kulturschaffenden unter dem Motto »Lasst uns Silvester retten« eine große Kundgebung mit bis zu 100.000 Teilnehmenden angemeldet und ein Riesenrad und ein Feuerwerk organisiert hat. Ohne Gelder des Senats, wie Ko-Organisator Holger Werner dem »Tagesspiegel Checkpoint« sagte.
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Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte bereits im Sommer bekannt gegeben, er wolle keine Steuergelder für die Silvesterparty des privaten Veranstalters am Brandenburger Tor ausgeben. Doch was stattdessen passieren soll, das konnte der Senat bislang noch nicht sagen. Nach Informationen der »B.Z.« allerdings hat der Senat hinter den Kulissen bereits ein Konzept erarbeiten lassen – mit Feuerwerk und Lasershow für 20.000 Menschen. Finanziert mit Steuergeldern? Kosten soll der Eintritt zumindest nichts.
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Drohnenshow, Kundgebung, Laserprojektionen, Feuerwerk – was tatsächlich an Silvester am Brandenburger Tor passieren wird, bleibt abzuwarten. Grünen-Fraktionsvorsitzender Werner Graf jedenfalls argumentierte, dass die vom ZDF übertragene Silvesterparty nun in Hamburg stattfinde, zeige, dass Berlin seine Attraktivität verloren habe. Das geht natürlich gar nicht, findet der »Muckefuck« und hat noch ein paar weitere Vorschläge ausgearbeitet, um die Massen in die Hauptstadt zu locken:
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Wie wäre es damit, die Mauer wieder aufzubauen, und dann pünktlich um Mitternacht mit großem Spektakel sprengen? Oder: Die Party wird auf den Hermannplatz verlegt, um den Touris das echte Berlin näher zu bringen, Bundeskanzler Friedrich Merz legt drei Tage lang durchgängig Techno auf und Kai Wegner steht am Eingang und fragt die Vornamen der Besucher*innen ab. Oder, und das ist bislang unsere beste Idee: Der ganze Ortsteil Mitte wird mit Sand gefüllt und dann feiern wir die größte Beachparty der Welt mitten im Berliner Winter.
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Bild des Tages
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Volle Ostalgie: Am Sonntag endete auf der Trabrennbahn Karlshorst die »Ostpro Berlin«, eine Verkaufsmesse für ostdeutsche Produkte. | Foto: dpa/Christophe Gateau
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Doch es gibt noch ganz andere Wege, die Hauptstadt attraktiver zu machen – auch für Besucher*innen, vor allem aber für die Berliner*innen selbst. Zum Beispiel könnte die S-Bahn ausnahmsweise mal wieder pünktlich und zuverlässig fahren. Doch um das zu erreichen, will die S-Bahn nun Züge aus dem Fahrplan streichen, damit die verbliebenen eine Chance auf Pünktlichkeit haben. Klingt gar nicht nach Verkehrswende, ist den Berliner*innen aber schon von der BVG bekannt.
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Der S-Bahn machen vor allem die Strecken zu schaffen, auf denen unterschiedliche Linien verkehren und es deshalb bei Problemen zu Verzögerungen im ganzen Ablauf kommt, erklärte in der vergangenen Woche Karsten Preißel. »Deswegen müssen wir mit Gefühl und Wellenschlag auch noch mal darüber nachdenken: Wo kann man sinnvollerweise etwas rausnehmen, um es einfach planbarer zu machen?«
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Unter der größten Anspannung stünden die Strecke Biesdorfer Kreuz-Warschauer Straße, der Nord-Süd-Tunnel und die Stadtbahn. Unser Verkehrsexperte Nicolas Šustr war beim Fahrgastsprechtag der S-Bahn. Alle Infos zu den aktuellen Problem und Lösungsansätzen lest ihr hier.
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Viele Berliner*innen wollen nicht nur nicht auf die Bahn, sondern auch nicht auf bestelltes Essen warten müssen. Doch diejenigen, die das Essen ausliefern, arbeiten oft unter prekären Arbeitsbedingungen für die Lieferdienste. Am Donnerstag streikten deshalb Beschäftigte von Lieferando: Sie fordern einen Tarifvertrag. Viele haben außerdem Angst, in Zukunft nicht mehr für Lieferando selbst auszufahren sondern für Subunternehmen.
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»Die Bedingungen bei Lieferando gelten als die besten in der Branche, dabei wäre alles andere illegal. Wir verteidigen das absolute Minimum«, sagte ein Lieferando-Mitarbeiter auf der Streikkundgebung. Unser Arbeitskampfredakteur Christian Lelek war dort ebenfalls vor Ort. Seinen Bericht zum Lieferando-Streik findet ihr hier.
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Fragt sich, ob Sand oder Feuerwerk in Berlin schlechter fürs Klima ist:
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