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Donnerstag, 30. Oktober 2025
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Umfrage in Friedrichshain: Kein Krötenlecken zu Halloween
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Linke will Berlin umkrempeln: Interview mit Spitzenkandidatin Elif Eralp
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Musizieren für alle: In Berlin gibt es viele Möglichkeiten, Instrumente auszuleihen
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und ein vorzeitiges Happy Halloween vom Team Hauptstadtregion! Weil es die nächste Dosis »Muckefuck« erst am Montag wieder gibt, ziehen wir unsere Gruselausgabe einen Tag vor. Und dafür haben wir uns in einen der gruseligsten Kieze Berlins vorgewagt: Simon-Dach-Straße und RAW-Gelände in Friedrichshain. Hier kommt unsere Gruselgeschichte:
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Eine kleine unschuldige Kröte setzt einen Fuß vor den anderen auf der Suche nach einem gemütlichen Winterversteck. Sie schaut sich einen netten Laubhaufen an, geht weiter zu einem kleinen Holzstapel. Doch kurz bevor sie dort ankommt, spürt sie einen festen Griff um ihren Körper, dann wird alles dunkel.
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Langsam wacht die kleine Kröte auf, hört dumpfe Bässe, lautes Lachen. Durch das Strobo-Licht kann sie die Riesen, die sie entführt haben, kaum erkennen. Die sitzen im Kreis um sie herum, unterhalten sich. Mit der Kröte sitzen weitere angsterfüllte Kröten auf einem Tisch. Noch bevor irgendeine davon einen Fluchtweg ausmachen kann, greifen riesige Pranken zu. Die kleine Kröte wird hochgenommen, sieht eine riesige Zunge auf sich zukommen und spürt dann ein Schlecken in ihrem Nacken, als wäre sie ein Minzeis am Stiel. Dann zurück auf den Tisch, als wäre nichts gewesen.
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Die kleine Kröte ekelt sich und will weg, so schnell wie möglich. Wagemutig hüpft sie vom Tisch. Durch stampfende Füße bahnt sie sich ihren Weg zur Tür hinaus. Geschafft, endlich draußen! Die Sonne geht schon auf und die kleine Kröte erkennt: Sie ist im Friedrichshainer Partykiez gelandet.
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So oder so ähnlich stellt sich der »Muckefuck« das Schreckensszenario vor, das aktuell zu Halloween in der Medienlandschaft die Runde macht: Drogenaffine lecken an giftigen Kröten, um einen LSD-ähnlichen Rausch zu erleben – ein Trend aus Australien und den USA sei das, der allerdings laut Pharmakologe Holger Barth von der Universität Ulm schon seit den 2000ern in Deutschland bekannt, bislang aber nicht in besorgniserregendem Maße verbreitet sei. Das sagte er dem RBB. Dennoch warnt auch eine Tierärztin in einer aktuellen Pressemitteilung von Aktion Tier davor, an Kröten zu lecken – denn mit dem Rausch könnten auch ernste bis lebensbedrohliche Herzprobleme auftreten.
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Bild des Tages
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Zur Beruhigung der Nerven: ein Gänseblümchen auf einer Grünfläche in Mitte | Foto: dpa/Elisa Schu
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Um die Verbreitung des Trends zu prüfen, hat der »Muckefuck« im Berliner Partykiez eine nicht repräsentative Straßenumfrage durchgeführt. Doch auf die Frage »Hast du schon mal an einer Kröte geleckt?« kam in den meisten Fällen nur ein verwirrtes »Nein.« zurück. Einige hätten zwar von dem Trend gehört, finden die Vorstellung aber seltsam. »Ich würde lieber mit einer Kröte abhängen«, sagt eine 32-jährige Passantin auf dem RAW-Gelände. »Naja solange es sicher ist für alle, sollen die Menschen machen, was sie wollen«, kommentiert eine 26-jährige Neuseeländerin an einem Späti in der Revaler Straße. Sicher müsse es aber auch für die Kröten sein, ergänzt sie noch.
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In einem Café in der Simon-Dach-Straße haben zwei junge Musikproduktions-Studenten, die gerade an einem kleinen Synthesizer rumbasteln, von dem Trend mitbekommen. Doch anstatt mit echten Kröten zu hantieren, haben die 21- und 24-Jährigen lieber das synthetische Äquivalent ausprobiert und damit gute Erfahrungen gemacht, wie sie dem »Muckefuck« schildern. »Aber ich kenne Leute, die schon an Kröten geleckt haben. Das soll eine sehr spirituelle Erfahrung gewesen sein«, sagt einer der beiden.
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Ein anonym bleibender Muckefuck-Autor versteht das Ganze wiederum gar nicht. »Warum kauft man nicht einfach gleich LSD? Was macht man denn dann danach mit den Kröten?« Fragen über Fragen, auf die der Südkiez – zumindest an einem Mittwochmittag – leider keine Antwort wusste. Wir drücken aber allen Berliner Kröten fest die Daumen, dass sie nicht abgeleckt werden! Die Kröten hier sind nämlich auf jeden Fall die falschen, um high zu werden – lebensbedrohlich giftig können sie aber dennoch sein. Also Finger weg!
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Freut sich schon sehr auf Halloween:
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PS: Im Muckefuck vom 24. Oktober über das linke Neuköllner Café K-Fetisch formulierte der Autor eine Beleidigung gegen das Café. Durch die Wortwahl entsteht der Eindruck, es handle sich dabei um die Meinung des ganzen Team Hauptstadtregion. Wir möchten deshalb klarstellen, dass dem nicht so ist. Es handelt sich hier um die Meinung des Autors, die nicht alle im Team teilen. Einige distanzieren sich ausdrücklich von der Beleidigung.
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Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen:
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Was heute noch wichtig ist:
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Glaubt man den Umfragen, könnte Elif Eralp in knapp einem Jahr die erste linke Regierende Bürgermeisterin von Berlin werden. Im Interview spricht sie darüber, wie Berlin wieder bezahlbar für alle werden soll.
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Interview: Marten Brehmer
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Lust auf Musizieren, aber keine, ein Instrument zu kaufen? In Berlin gibt es diverse Möglichkeiten, Instrumente auszuprobieren. Bibliotheken bieten sogar Geräte und Proberäume für digitale Musik.
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Ralf Hutter
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»Herr Wegner macht eine konfrontative Politik gegen Arme, gegen Menschen mit Migrationsgeschichte, gegen die Menschen, die hier jeden Tag hart arbeiten.«
Elif Eralp (Linke) Spitzenkandidatin Abgeordnetenhauswahl
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Martin Ling
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Freitag, 31. Oktober um 18 Uhr
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Zollgarage (Wegbeschreibung hier)
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Columbiadamm 10, 12101 Berlin
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Die Tage werden kürzer, die Nächte werden länger. Passend zum Anlass laden die selbstverwalteten Jugendzentren Potse und Drugstore zu drei Klassikern des expressionistischen Stummfilms ein: Los gehts an Halloween mit einem Film zum Gruseln: Am Freitag, 31. Oktober, läuft »Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens« (1922) in der Zollgarage (Flughafen Tempelhof). Zwei Wochen später, am 14. November, wird »Orlacs Hände« (1924) im Drugstore (Potsdamer Straße 134) gezeigt. Und am Freitag, den 28. November, gibt es »Das Cabinet des Dr. Caligari« (1920) in der Zollgarage zu sehen. Jeweils um 18 Uhr gehts los. Eintritt frei! Die Räume sind rauchfrei.
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Video des Tages
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