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Echt kein Spaß mehr im Spaßbad: BBB erhöhen Tarife fürs Freibad, Aktivist*innen rufen zur Demonstration auf
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Echter Hochstapler: Hudhaifa Al-Mashhadani soll einen brutalen Angriff auf sich erfunden haben
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wann werfen Berliner*innen eigentlich das Handtuch? Wenn sie im Stau auf der Elsenbrücke 30 Minuten warten? Wenn DB und BVG zeitgleich streiken? Wenn Bushido und Tesla zusammen einen Pop-Up-Store eröffnen? Der »Muckefuck« hat noch einen: Vielleicht, wenn das Schwimmen in den öffentlichen Bädern zum Luxus wird!
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Denn jetzt, wo die Vögelchen immer lauter zwitschern, die ersten Frühlingsblüher kahle Parks schmücken und vor den Spätis wieder leere Bierflaschen stehen, steht auch die beste Berliner Jahreszeit vor der Tür. Dazu gehören natürlich Pommes Schranke im Freibad! Nur, die Naherholung im Kommunalbetrieb wird künftig (nochmal!) teurer. Die Berliner Bäder Betriebe (BBB) haben vor 10 Monaten erst die Eintrittspreise erhöht und streichen nun das Sparsystem Mehrfachkarte. Mit der Eröffnung der Freibäder im Mai fällt die Sommermehrfachkarte weg, mit der man letztes Jahr 20 Mal für 3 Euro ins Freibad kam. 2025 wurde diese über 20.500 Mal verkauft. Und das obwohl wegen der Sparmaßnahmen sogar die meisten Becken unbeheizt waren.
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»Kai Wegners Spar-Senat streicht uns jetzt auch noch den Sommerspaß – wir leisten Widerstand!«, verkündet daher das Bündnis Seepferdchen, dass am Samstag um 14 Uhr vor dem Sommerbad Kreuzberg demonstrieren will. »Komm zur Kundgebung am Prinzenbad – bringt Badesachen, Schwimmtiere und Handtücher mit«, heißt es. Auf Fahrrädern wollen die Demonstrant*innen dann zum Sommerbad Neukölln radeln. »Gerade für Leute mit wenig Geld, vor allem Familien, sind die Freibäder im Sommer die einzige Chance auf Abkühlung. Wer in engen, heißen Wohnungen sitzt und kein Geld für Urlaub hat, muss wenigstens ins Freibad gehen können!«, sagt Bündnissprecher Matthias Clausen zum »Muckefuck«.
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Die BBB meinen hingegen zum rbb, dass die »Sozialverträglichkeit gewährleistet« sei. Man sei schon immer gehalten gewesen, »einen angemessenen Teil der Kosten über die Tarife zu erwirtschaften«. Zudem habe man das Abosystem »modernisiert«. Die sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus Claudia Engelmann nennt die Neuerung ein »unsoziales Tarif-Chaos«, das für viele Menschen »faktisch eine Verdoppelung der Eintrittspreise durch die Hintertür bedeutet«. Denn wir erinnern uns: Seit Mai 2025 kostet eine Eintrittskarte in einem der Freibäder 6 bis 7 Euro. Alle Hallenbäder sind in Kategorien unterteilt, der Eintritt kostet je nach Kategorie unterschiedlich. Man kann entweder 90, 150 Minuten oder den ganzen Tag schwimmen – zahlt dementsprechend unterschiedlich und bis zu 11,50 Euro.
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Obendrauf kommt nun, dass man selbst für die Hallenbäder keine Sammelkarten mehr kaufen kann. Stattdessen muss man »Clubmitglied« werden. Dafür muss man ein Abo für mindestens 3 Monate und mindestens 30 Euro (je nachdem, welche Bad-Kategorie) abschließen und persönliche Daten an die BBB übermitteln. Die »Clubmitgliedschaft« kann man ausschließlich online abschließen und verwalten. Das schaffe »neue Barrieren insbesondere für ältere Menschen«, so die Linken-Abgeordnete Engelmann. »Schwimmen darf weder zur Kostenfalle noch zur digitalen Hürde werden! Wir fordern den schwarz-roten Senat auf, dieses bürokratische Abo-Monster zu stoppen. Die unkomplizierte, günstige Sommer-Mehrfachkarte muss sofort zurückkehren – und zwar analog und barrierefrei direkt an der Schwimmbadkasse kaufbar.«
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»Wenn wir uns wehren, rudert die Regierung zurück«, meint das Bündnis Seepferdchen. Die verschiedenen linken Gruppen und Kreuzberger*innen verweisen darauf, dass die Proteste gegen die schwarz-rote Kürzungspolitik im vergangenen Jahr teilweise erfolgreich waren. Was unter den Großdemonstrationen »Unkürzbar« lief, rettete Gelder für soziale Arbeit, Jugendbildung, Kultur und sogar die Modernisierung des Strandbads Wannsee. »Der Alltag wird immer unbezahlbarer, vom BVG-Ticket bis zum Kaffee in der Mittagspause«, so Bündnissprecher Clausen. »Statt eines Sparhaushalts, der auf Kosten der Menschen geht, wollen wir steuerliche Umverteilung und Investitionen in die Orte, die das Leben für uns alle in Berlin besser machen. Wir brauchen eine Regierung, die sich weniger auf Tennisplätze konzentriert und mehr in Freibäder investiert!«
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Bild des Tages
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Was gibt's besseres als Pommes teilen mit den Atzen im Freibad? | Foto: dpa | Bernd von Jutrczenka
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Apropos Orte, die die Stadt lebenswert machen: Während der Bezirk Neukölln den Herrschenden als Problemkiez herhalten muss, bröckelt gerade das Fundament einer seiner bekanntesten Vorzeigefiguren. Hudhaifa Al-Mashhadani gilt als gefeierter Islamismuskritiker, Ehrennadel-Träger, Kandidat fürs Bundesverdienstkreuz – und ist Rektor einer renommierten arabischen Sprachschule im Bezirk. Außerdem soll er Opfer eines brutalen Angriffs in einer U-Bahn-Station geworden sein. Oder doch nicht?
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Al-Mashhadanis Name dominierte im November 2025 die Schlagzeilen, weil er behauptete von einem Mann mit einer Kufiya an einem Bahngleis gestoßen und mit dem Tode bedroht worden zu sein. Doch ein kürzlich aufgetauchtes Überwachungsvideo zeigt eine völlig andere Szene als die, die er der Polizei schilderte. Warum hinter der Geschichte mehr steckt, als die Frage, ob Al-Mashhadani bedroht wurde, hat mein Kollege David Rojas Kienzle für euch recherchiert.
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Das Handtuch werfen? Nicht mit uns – bis zum nächsten »Muckefuck« am Montag! Jule Meier, Team Hauptstadtregion
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Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen:
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Was heute noch wichtig ist:
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Im Historischen Archiv des ukrainischen Geheimdienstes SBU lagert ein für die Forschung zugänglicher Aktenbestand des sowjetischen KGB. Brandenburgs Gedenkstätten wollen davon profitieren.
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Andreas Fritsche
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Kleine Berliner Rätebewegung: In der Tech-Branche sind in den letzten Jahren dutzende Betriebsräte neu gebildet worden. Der Rechtsanwalt Daniel Weidmann hat einige von ihnen begleitet.
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Christian Lelek
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»Schwimmen darf weder zur Kostenfalle noch zur digitalen Hürde werden.«
Claudia Engelmann sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus
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Interview: David Bieber
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Samstag, 14 Uhr Prinzenbad
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Demo zur Rettung der Mehrfachkarte
Die BäderCard, das Abendticket und die 20er-Karte für die Berliner Bäder sollen gestrichen werden - dafür gibt's teure Abos und Rabatte nach Badklasse, Auslastung und wie der Mond steht? Das Bündnis Seepferdcchen ruft zur Demosntration. Denn Freibäder sind gerade für Familien mit wenig Geld im Sommer oft der einzige Ort für eine Abkühlung! Der Sommer findet im Freibad statt! Und der Sommer beginnt mit dem Kauf der 20er-Karte! Gegen diesen Sparkampf der Regierenden hilft jetzt nur unsere geballte Solidarität.
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