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Mit der Blechkiste über die Landesgrenze: Der Pendelverkehr zwischen Brandenburg und Berlin steigt. Die meisten fahren Auto.
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Ein Favorit auf Platz 2: Berliner Grüne stellen Landesliste für die Abgeordnetenhauswahl auf.
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Unschuldspartei CDU: Im Untersuchungsausschuss zur Fördermittelaffäre hat die Schlüsselfigur ausgesagt.
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an dieser Stelle haben wir schon über verschiedene Facetten Berlins als wachsender Stadt berichtet. Das Wachstum, welches vor allem durch Zuzug bedingt ist, verteilt sich aber nicht gleichmäßig über die Stadt. Zwar wird auch die Innenstadt verdichtet. Neue Siedlungen entstehen aber vor allem in den Randbezirken und im Umland. Dass die Metropole auch jenseits der eigentlichen Stadtgrenze weiter wächst, darauf deuten aktuelle Zahlen zur Entwicklung des Pendelverkehrs zwischen Berlin und Brandenburg hin.
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In den vergangenen fünf Jahren ist die Zahl der Pendler*innen sukzessive gewachsen. Das geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Verkehr auf eine Schriftliche Anfrage der Grünenfraktion im Abgeordnetenhaus hervor. Demnach pendelten 2024 jeden Tag 290.000 Menschen von Brandenburg nach Berlin ein. Zur Arbeit nach Brandenburg pendelten im gleichen Jahr täglich 117.000 Menschen. 2021 waren beide Werte niedriger. Damals fuhren 273.000 Menschen von Brandenburg nach Berlin rein. In umgekehrte Richtung waren es 109.000 Menschen.
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Doch es juckeln nicht nur die Werktätigen tagein, tagaus über die Landesgrenze. Arztbesuche und andere Daten, die unter das Persönlichkeitsrecht fallen, werden statistisch nicht erfasst. Wohl aber, wie viele Studierende jeweils im benachbarten Bundesland zum Studieren eingeschrieben waren. So waren zum Wintersemester 2016/17 rund 8700 Brandenburger*innen an einer Berliner Universität oder Hochschule eingeschrieben, zum Wintersemester 2024/25 waren es 14.200. Die Zahl der Berliner*innen, die an einer Universität oder Hochschule in Brandenburg eingeschrieben waren, ist hingegen in der Tendenz zurückgegangen. 2016/17 waren es noch 12.200 Studierende, 2024/25 nur noch 9900. Wie viele davon aber tatsächlich regelmäßig das Bundesland wechselten, wurde nicht erfasst.
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Für das Jahr 2023 stehen auch Daten zur Verfügung, wie sich die Pendelbewegungen auf die einzelnen Verkehrsmittel verteilen. Die überwiegende Mehrheit legte den Weg mit dem Auto zurück. 66 Prozent aller Pendler*innen waren so unterwegs. 26 Prozent fuhren mit dem öffentlichen Nahverkehr, 6 Prozent wählten das Rad und 2 Prozent gingen zu Fuß. Unabhängig vom Zweck der Fahrt: Die Zahl der Grenzüberquerungen mit dem Auto hat innerhalb von zehn Jahren zugenommen. Fuhren 2014 innerhalb von 24 Stunden noch 954.000 Autos über die Berlin-Brandenburgische Grenze, waren es 2024 rund 1.018.000.
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Bild des Tages
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Etwa 9000 Menschen demonstrierten am Samstag in Berlin für den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien. | Foto: dpa/Michael Ukas
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Der Senatsverwaltung zufolge würde eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs dazu führen, dass mehr Menschen diese Verkehrsträger nutzen. Das gelte auch für Pendler*innen. »Die deutlichsten Veränderungen bei der Wahl der Verkehrsmittel für Pendelnde sind durch die Stärkung des ÖPNV zu erwarten«, teilte die Senatsverwaltung mit.
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Bei dem Ausbau des Angebots, etwa durch »Taktverdichtungen und Kapazitätserweiterungen«, würden die zunehmenden Verflechtungen Berlins mit dem Land Brandenburg berücksichtigt. Um die Weiterfahrt von kleineren Brandenburger Bahnhöfen zu ermöglichen werde das Angebot von Park and Ride (P+R) und Bike and Ride-Anlagen (B+R) ausgebaut. Zwischen 2023 und 2026 habe das Land Berlin der Mitfinanzierung von 515 P+R- und 3046 B+R-Plätzen zugestimmt.
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Die Berliner Grünen kamen am Wochenende in Berlin zusammen, um ihre Landesliste für die Abgeordnetenhauswahl zu bestimmen. Wie viele dabei aus Berlin eintrudelten, ist dem »Muckefuck« nicht bekannt. Aufgrund der parteiinternen Regelung, dass die ungeraden Listenplätze von Frauen und die geraden von Männern besetzt werden, landete Werner Graf, der Grünen-Kandidat für das Bürgermeisteramt, nur auf Platz 2 hinter Bettina Jarasch. Worum es den Grünen inhaltlich ging, und welche Panne sich gleich zu Beginn des Parteitags ereignete, lest ihr bei meinem Kollegen Andreas Fritsche.
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Und nochmal die Grünen: Dass sich im Berliner Abgeordnetenhaus ein Untersuchungsausschuss mit der Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus beschäftigt, geht im Wesentlichen auf die Arbeit der Grünen-Fraktion zurück. Die in der Kritik stehende CDU-Fraktion weist jedoch jede Anschuldigung von sich. Man habe bei der Vergabe von Geldern die Kulturverwaltung weder unzulässig noch unrechtmäßig beeinflusst, sagte Christian Goiny, Schlüsselfigur in dem Komplex, schon am Freitag im Untersuchungsausschuss, den ich verfolgt habe. Meinen Bericht dazu lest ihr hier.
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Wohin euer Pendel auch ausschlägt, kommt gut in die neue Woche
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Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen:
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Was heute noch wichtig ist:
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Die Berliner Grünen sind eine bunte Truppe, die eigentlich nur eine Quote braucht – eine für Menschen ostdeutscher Herkunft.
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Kommentar von Andreas Fritsche
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Am Frankfurter Tor ruckelt es für Berlins meistgenutzte Straßenbahn M10 der BVG häufig. Nach Bauarbeiten greifen die Verbesserungen nur langsam.
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Nicolas Šustr
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Berlin leitet EU-geförderte Kooperation gegen organisierte Kriminalität bei Fahrzeugvermietungen – Gutachten soll »Gesetzesänderungsbedarfe« prüfen.
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Matthias Monroy
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»Kein Fußbreit den Faschisten!«
Werner Graf Kandidat der Berliner Grünen für das Amt des Bürgermeisters
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Heute, 20. April 16 bis 20 Uhr
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Schererstraße 8 13347 Berlin
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Cryptosprechstunde
Offene Sprechstunde zu Fragen von Datenschutz, Verschlüsselung, Netz-Anonymität und sicherer Kommunikation für politisch aktive Gruppen und Einzelpersonen. Unterstützung bekommt ihr auch bei der Einrichtung google-freier Android-Telefone und mit der Verschlüsselung von Festplatten.
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Weitere Infos findet ihre hier.
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Video des Tages
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