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Donnerstag, 11. Juni 2026
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Schwitzen bis der Arzt kommt:
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Der Sommer steht vor der Tür, nicht nur Hypochonder mahnen zur Vorsicht
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Neuköllner Nazis spalten das Abgeordnetenhaus: Fraktionen uneins über Konsequenzen aus dem Neukölln-Komplex
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Mantra »Weiter so: Die Landes-CDU nominiert Kai Wegner (CDU) erneut zum Spitzenkandidaten
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wir steuern langsam Richtung Sommer. Noch wirkt das Wetter unsicher, in der Nacht fallen die Temperaturen teilweise weiterhin unter 10 Grad. Klar ist aber: Die richtig warmen Tage werden kommen. Doch der Sommer bringt nicht nur Leichtigkeit, Sandaletten, nackte Haut und Badespaß. Ernsthafte Hitzetage sind für etliche Menschen auch eine Belastung und teilweise sogar gefährlich.
Davor warnt auch die Krankenkasse AOK Nordost. »Hitze ist für viele Menschen in Berlin längst eine konkrete Belastung – zu Hause, am Arbeitsplatz und in der Pflege«, sagt Claudia Engel von der AOK. Besonders ältere, chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen bräuchten verständliche Informationen und verlässliche Unterstützung. »Hitzeschutz gelingt nicht allein durch Appelle. Er muss dort ankommen, wo Menschen leben: in Familien, Pflegeeinrichtungen, Betrieben und Kommunen«, sagt Engel.
Mehr als 20 Hitzetage, also Tage, an denen die Temperatur die 30 Grad übersteigt, verzeichnet Berlin in Spitzenjahren, 2019 waren es sogar 29 solcher Tage. Die Zahlen gehen auf das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg zurück. Traurigerweise entwickelt sich auch die Zahl der Hitzetoten entsprechend nach oben. Mehr als 100 Hitzetote im Jahr sind, anders als noch in den Nullerjahren, keine Ausnahme mehr. 2022 wurden in Berlin 425 Hitzetote gezählt. Umso wichtiger sei es, Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes ernst zu nehmen und den Alltag entsprechend anzupassen, so die AOK.
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Die Versicherung lenkt die Aufmerksamkeit konkret auf eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, die den Einfluss von Hitze auf den Arbeitsalltag untersucht hat. Je länger eine Hitzeperiode dauert, desto höher demnach der Krankenstand: An einem durchschnittlichen Hitzetag mit Temperaturen über 30 Grad steige die Zahl der Krankmeldungen kurzfristig um etwa 3,5 Prozent. Am dritten Hitzetag in Folge liege der Anstieg bereits bei fünf Prozent, nach sieben Hitzetagen in Folge bei rund elf Prozent.
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Bild des Tages
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Aktivist*innen blockierten am Mittwochvormittag die Zufahrt zur Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in der Nähe vom BER. Die Polizei empfahl die Anreise mit der S-Bahn. | Foto: IMAGO/Bernhard Herrmann
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»Diese Zahlen belegen, dass Hitzeschutz auch in der Arbeitswelt einen höheren Stellenwert bekommen muss«, sagte Engel von der AOK. Gerade bei Tätigkeiten im Freien, bei körperlich belastender Arbeit oder bei wenig flexiblen Arbeitszeiten brauche es praxistaugliche Lösungen. »Dazu gehören kühlere Arbeitsräume, Schutz vor direkter Sonne, angepasste Arbeitszeiten und klare Abläufe für Hitzewarnungen«, so Engel. Der »Muckefuck« deutet das als klaren Fingerzeig Richtung Arbeitgeber.
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Weniger eindeutig in seiner Position ist das Berliner Abgeordnetenhaus. Am Mittwoch stellte der Parlamentarische Untersuchungsausschuss zum Neukölln-Komplex seinen Abschlussbericht vor. Nach 60 Sitzungen, der Befragung von 100 Personen und dem Durcharbeiten von einer halben Million Seiten in 82 Aktenbänden gäbe es nun zwar ein gemeinsames Dokument. Über die zu ziehenden Konsequenzen herrscht jedoch Uneinigkeit.
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Laut den Regierungsfraktionen CDU und SPD habe der Ausschuss kein rechtsextremes Netzwerk innerhalb der Berliner Polizei feststellen können. Besonders mit Blick auf die Handlungsempfehlungen zeigten sich Grüne und Linke unzufrieden. Sie gaben ein Sondervotum ab. Was sie genau bemängeln und wie der Betroffene und Linke-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak den Komplex und seine parlamentarische Aufarbeitung einordnet, lest ihr bei unserem Autor John Malamatinas, der für uns aus dem Abgeordnetenhaus berichtet.
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Hat in seiner Dachgeschosswohnungen bereits jetzt alle Fenster auf Kipp: Christian Lelek
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Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen:
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Andreas Fritsche
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SPD, Grüne, Linke und Omas gegen Rechts rufen auf zu einer Kundgebung für Demokratie und Vielfalt.
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Andreas Fritsche
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»Wir werden genauso weiterregieren wie in den letzten drei Jahren.«
Kai Wegner (CDU) Spitzenkandidat
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