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Spülabbruch statt Spielabbruch: Wasserbetriebe veröffentlichen »Spülanalyse« zum Deutschland-Spiel gegen Curaçao
Sorge um Trinkwasser-Vorsorge: Zahlreiche Berliner Notwasserbrunnen sind nicht funktionstüchtig
Verletztes Linke-Mitglied: Diskussionen im Abgeordnetenhaus nach Polizeigewalt in Friedrichshain
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falls ihr es noch nicht mitbekommen habt: Deutsche Männer haben am Wochenende in den USA Fußball gespielt und sogar gewonnen. Für den »Muckefuck« aber ist entscheidend, was sich währenddessen in den Spülkästen der Berliner*innen zugetragen hat. Zum Glück gibt es die Berliner Wasserbetriebe, die sämtliche Spülabläufe in der Hauptstadt im Blick behalten. Im »Aktuellen Spülstudio« informiert das Wasserversorgungsunternehmen zwar nicht über die Platzverhältnisse in Berliner Toiletten – aber über Änderungen in unser aller Spültaktik.
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Schon zur Europameisterschaft 2024 haben die Wasserwerke das Spülverhalten der Berliner*innen während Spielen der deutschen Nationalmannschaft analysiert. Nun liegen auch die Zahlen für das erste Spiel der Deutschen bei der laufenden Weltmeisterschaft vor. Zur Halbzeit im Spiel gegen die »blaue Welle aus Curaçao« ist demnach ein deutlicher Anstieg im Berliner Wasserverbrauch zu erkennen. Fast 35.000 Kubikmeter pro Stunde erreichte die Hauptstadt zwischenzeitlich im Verbrauch.
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Zudem bemerkenswert: In der Statistik zeichnen sich sogar die neu eingeführten Trinkpausen bei der WM ab, die die Zuschauer*innen ebenfalls für Toilettenbesuche nutzen. Natürlich stecken die Berliner Wasserbetriebe ihre Mühe nicht ohne Grund in die Analyse des Spültags. »Damit Wasser auch in Zukunft ausreichend und in hoher Qualität zur Verfügung steht, müssen wir alle sorgsam damit umgehen«, erinnert das Unternehmen die Berliner*innen. Mit der Spartaste könne man bis zu 70 Prozent Wasser pro Spülgang sparen. Nicht nur für Ultras gilt also die Anweisung: Mut zum Spülabbruch!
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Sorgen kann man sich hingegen machen, sollte irgendwann einmal die Wasserversorgung in Berlin zusammenbrechen. Wie eine aktuelle Anfrage aus der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus offenlegt, liegt derzeit eine Großzahl der für den Katastrophenfall gedachten Brunnen trocken. Die Senatsumweltverwaltung listet 1.536 Brunnen, die pro Person 15 Liter Wasser pro Tag bereitstellen können. Von diesen funktionieren demnach 435 Wasserquellen nicht. Insgesamt, so die Verwaltung soll es 1.971 Notfallbrunnen in der Hauptstadt geben.
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»Der Senat muss sich schwerwiegende Versäumnisse bei der Klimaanpassung und der Daseinsvorsorge eingestehen«, kritisiert deshalb der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux gegenüber dem »Muckefuck«. Gemeinsam mit seinem Parteikollegen André Schulze hat er die Anfrage zu den Notfallbrunnen gestellt. Statt das Angebot an kostenlosem Trinkwasser auszubauen, stoppe Schwarz-Rot den Bau neuer Brunnen, sagt Lux. Parallel breche die Instandhaltung der Schwengelpumpen ein. Der »Muckefuck« fühlt sich genötigt, anzumerken: Damit gemeint sind die typischen, meist dunkelgrünen Wasserpumpen am Straßenrand.
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Alle zehn Minuten zwischen Hauptbahnhof und Gesundbrunnen: Eine S-Bahn der neuen Linie S15 gestern auf Eröffnungsfahrt | Foto: dpa/Jens Kalaene
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»Hitze ist bei uns in Mitteleuropa das tödlichste Wetterereignis«, sagt Lux. Neben für die Öffentlichkeit zugänglichen, kühlen Orten sei frei verfügbares Trinkwasser die wirksamste Schutzmaßnahme dagegen. Lux hält den Zustand der Berliner Katastrophenvorsorge in Sachen Wasserpumpen für »alarmierend«. Er befürchtet, dass sich die Ausfallquote der Pumpen sogar noch erhöhen wird, weil die Reparaturmittel im Haushalt für 2026 auf null gesetzt wurden. »Selbst von den ungefähr 3,8 Millionen Euro, die für die Brunnen im Jahr 2025 zur Verfügung standen, konnte der Senat nur 750.000 EUR ausgeben.«
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Die Kapazitätsberechnung des schwarz-roten Senats hält Lux mit 1500 Nutzer*innen pro Tag und pro Notbrunnen für zu niedrig. Würde die Trinkwasserversorgung in Berlin ausfallen, müsse an einer Handpumpe täglich 15 Stunden lang ununterbrochen im Akkord gepumpt werden, um auf die bereits genannten 15 Liter pro Kopf zu kommen. »Es ist völlig klar, dass Berlin mit diesem Senat auf dem Trockenen sitzt«, sagt Lux. Zum Glück bunkert der »Muckefuck« für Malzkaffee-Notfälle literweise Trinkwasser im Keller.
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In den Keller sinkt derweil, zumindest für manche, das Ansehen der Berliner Polizei. Für Gesprächsstoff sorgt ein Vorfall in Friedrichshain: Vor rund einer Woche wurde Martin Bialluch, Linke-Mitglied, ehemaliger Bremer Staatsrat und Ex-Vizeregerierungssprecher in Brandenburg, offenbar Opfer von Polizeigewalt. Fotos zeigen Bialluch nach der Auseinandersetzung mit einer Platzwunde auf der Schläfe. Außerdem existiert ein Video von dem Vorfall. Zu sehen ist darin unter anderem, wie zwei Polizisten den 57-Jährigen rabiat zu Boden bringen und fixieren.
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Im Abgeordnetenhaus hatte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel erklärt, dass bislang lediglich geprüft werde, ob ein Ermittlungsverfahren gegen die eingesetzten Polizisten eingeleitet wird. Nach der Sitzung zeigt sich Bialluch irritiert davon. »Wenn man das Video anschaut, ist meiner Meinung nach offensichtlich, dass zumindest ein Anfangsverdacht da ist«, sagt er. Unser Reporter David Rojas Kienzle hat mit dem Linke-Politiker gesprochen und den Innenausschuss für euch verfolgt. Das Ergebnis findet ihr hier.
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Wünscht einen feuchtfröhlichen Dienstag: Patrick Volknant
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Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen:
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Was heute noch wichtig ist:
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Die S15 verbindet auf kurzer Strecke Hauptbahnhof und Gesundbrunnen im Zehn-Minuten-Takt. Auf S1 und S5 wird das Angebot ab dem Winter gekürzt.
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Nicolas Šustr
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In einem Antrag stellen die Grünen acht Punkte für weniger Müll in der Hauptstadt vor. Einer davon ist die Erhebung einer Verpackungssteuer.
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Hannah Blumberg
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Amtsgericht-Entscheid: Nach einer Kontrolle muss das Land Berlin Entschädigung zahlen. Bei der Überprüfung habe die Hautfarbe im Vordergrund gestanden.
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Marten Brehmer
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»Was Potsdam und Tübingen umgesetzt bekommen, das wird Berlin ja verwaltungstechnisch auch hinbekommen.«
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Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Clara Hermann (Grüne), zeigt sich optimistisch, was eine mögliche Verpackungssteuer in Berlin angeht
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Noch bis 28. Juni, mittwochs bis sonntags, 15 Uhr bis 20 Uhr
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Abendveranstaltung: Heute, 19 Uhr
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Deutsches Architektur Zentrum
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Wilhelmine-Gemberg-Weg 6, Aufgang C 10179 Berlin Eintritt frei
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»Einfach gebaut!« präsentiert die 1930 vom Bauhaus Dessau errichteten Laubenganghäuser als Planung von großer Aktualität. Die Entwürfe reagierten auf Anforderungen, die auch heute an den Wohnungsbau gestellt werden: einfaches Bauen, bezahlbarer Wohnraum und angemessener Komfort für alle. Unter der Leitung von Hannes Meyer mit Studierenden realisiert, folgten sie dem Motto »Volksbedarf statt Luxusbedarf«. Die Ausstellung ordnet die Häuser in ihre politischen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge ein und übersetzt einen Gebäudeabschnitt in den Ausstellungsraum. Außerdem wird heute Abend das neue Buch »Hannes Meyers Interieurs«, herausgegeben von Ute Famulla und Philipp Oswalt, vorgestellt. Die Veranstaltung richtet den Blick auf die Innenraumentwürfe am Bauhaus Dessau zwischen 1928 und 1930.
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