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Donnerstag, 25. Juni 2026
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Neues vom Pankower Tor: Bezirk und Firma Krieger stellen Bebauungsplan-Entwurf vor
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Angst vor der Lärmschutz-Beschwerde: Club Humboldthain fürchtet sich vor potenziellen neuen Nachbarn
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Wohnen als Schlüsselfrage: Bezirksbürgermeister-Kandidaten diskutieren in Friedrichshain-Kreuzberg über Mieten
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Berlin schwitzt! Und schwitzt und schwitzt am Wochenende noch viel mehr. Und dann hoffentlich wieder weniger. Aber auch, wenn die aktuelle große Hitzewelle in der kommenden Woche vorbei ist, bleibt die Befürchtung, dass es nicht die letzte des Sommers gewesen sein wird. Also arbeitet weiter an euren besten Hitze-Kompensationsmethoden – das Muckefuck-Team nimmt gerne Tipps und Tricks zum Kühlbleiben im Hauptstadt-Büro an.
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Eine Maßnahme, die leider alleine schlecht zu bewältigen ist, wäre es, die Entsieglung der Stadt voranzutreiben. Das heißt, wo immer es geht, Beton, Asphalt und Pflastersteindecken aufreißen und freien, bestenfalls mit Pflanzen bewachsenen Boden schaffen. Denn dadurch entsteht ein kühlender Effekt für das ganze Stadtklima. Das Fehlen solcher Flächen führt dazu, dass sich die Stadt stark aufheizt und vor allem nachts nicht mehr abkühlt – das betrifft die dicht bebaute Innenstadt sehr stark. Nachts nicht schlafen zu können und morgens fix und fertig zu sein, ist eine Folge der Dauerhitze, die auch ernste gesundheitliche Folgen haben kann.
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Weil freie Flächen so wichtig für das Stadtklima und die Gesundheit ihrer Bewohner*innen sind, fordert der Umweltverband BUND, keine einzige Freifläche in Berlin mehr zu bebauen. Damit richtet er sich auch gegen das schon lange geplante und umkämpfte Bauprojekt der Firma Krieger Handel SE auf dem Pankower Tor. Denn auf dem ehemaligen Rangier- und Güterbahnhof – aktuell eine mit Gräsern, Sträuchern und Bäumen bewachsene Brachfläche – sollen 2000 Wohnungen, Kitas, Schule, Park und ein großer Möbelmarkt, letzterer im Besitz der Firma Krieger, entstehen. Die auf dem Gelände lebenden stark geschützten Kreuzkröten müssen auf eine benachbarte Fläche umziehen, dafür mussten bereits zahlreiche Kleingärten weichen.
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Nach vielen Jahren der Diskussion und Rechtsstreite insbesondere um den Erhalt der letzten Kreuzkrötenpopulation Berlins ist der Entwurf des Bebauungsplans ab kommender Woche für die Öffentlichkeit einzusehen. »Das ist ein Meilenstein«, sagte am Dienstagabend – mehrmals – der Pankower Bezirksstadtrat Cornelius Bechtler (Grüne) bei einer Informationsveranstaltung für die Bürger*innen. Er stellte zusammen mit der Firma Krieger und weiteren Beteiligten den Entwurf vor. Bis zum 10. August können dann noch Einwände von Bürger*innen und Verbänden gegen die Planungen erhoben werden.
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Auch die Firma Krieger freut sich außerordentlich darüber, dass es nun zu dem Bebauungsplanentwurf gekommen ist. Das liege auch daran, dass der Bezirk »wunderbar« sei und das Projekt ermöglicht habe, sagt Edda Metz vom Unternehmen. Der Investor Kurt Krieger habe an dem Bauvorhaben so lange festgehalten, weil er in Pankow aufgewachsen sei und etwas »zurückgeben« wolle. Ein »Geschenk an die Stadt« sei das, was Krieger ursprünglich beim Kauf der Fläche nur als Standort für sein Möbelhaus und einen Park für die Pankower*innen geplant habe.
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Bild des Tages
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Trotz der Sommerhitze demonstrierten einige Menschen auf dem Ku'damm für den Erhalt des Clubs Cassiopeia und des ganzen RAW-Geländes in Friedrichshain. | Foto: dpa/Torsten Holtz
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Zu jeder richtigen Heldenstory gehört natürlich auch ein Bösewicht – und in der Saga um Kurt Krieger und das Pankower Tor ist der in den Augen von Edda Metz schnell gefunden. »Der größte Verhinderer dieses Projekts ist der Nabu Berlin«, sagt sie und bezieht sich damit auf den Kampf der Naturschützer*innen für den Verbleib der Kreuzkröten auf der von ihnen aktuell bewohnten Fläche. Doch dem Nabu gehe es gar nicht um die Kröten, sondern bloß um die Verhinderung des Möbelmarkts, sagt Metz. Denn andernfalls hätte er sich schließlich auch gegen den Wohnungsbau auf der Fläche eingesetzt.
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Der Nabu Berlin aber bleibt dabei: Kreuzkröten wichtig, Wohnungsbau wichtig, Möbelmarkt? Naja. »Wenn der Investor darauf verzichtet, im jetzigen Kernlebensraum der Kreuzkröten seinen Möbelmarkt zu bauen, würde das den Planungsprozess enorm vereinfachen«, teilt Rainer Altenkamp vom Nabu Berlin mit. Schon vor fünf Jahren habe der Nabu selbst ein Alternativkonzept entwickelt, »wie sich sowohl ein Kreuzkröten-Reservat als auch Wohnungsbau am Pankower Tor vereinbaren ließen«.
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Dass die Kreuzkröten nun auf eine benachbarte Fläche ziehen sollen, sei aber nicht schlecht, so der Nabu. In älteren Planungen sollten sie nach Brandenburg umgesiedelt werden. Nun können sie ihr neues Zuhause eigenständig zu Fuß erreichen und das begrüßen die Naturschützer*innen. Einzig der Platz – 5,6 Hektar – reiche nicht aus. »Wir brauchen noch mindestens 25 weitere Hektar Ausgleichsfläche für die Kreuzkröten – und zwar nicht irgendwo in Brandenburg, sondern im Land Berlin«, sagt Altenkamp. Stadtrat Bechtler wiederum hält die Fläche für ausreichend groß, wie er am Dienstag sagte. »Wir schaffen für die Kreuzkröte eine gute Überlebensmöglichkeit in Berlin.«
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Überleben wollen nicht nur Kröten und andere bedrohte Tierarten in der Hauptstadt, sondern auch die bedrohte Berliner Clubkultur. Dazu gehört der Club Humboldthain in Gesundbrunnen. Weil nebenan ein Hotel gebaut werden soll, fürchtet der Betreiber um den Fortbestand der Einrichtung. Denn wenn Hotelgäste schlafen wollen, dann werde kein nächtliches Bumm Bumm geduldet, so die Sorge. Überhaupt laufe Berlin Gefahr, bald auszusehen wie eine »Kleinstadt«, aus der »alle Leute vertrieben wurden«, sagt Betreiber Ludwig Eben zu meinem Kollegen David Rojas Kienzle. Was dazu Bezirk und Abgeordnete sagen und welche komplizierte Grundstückskauf-Vorgeschichte der Hotelneubau hat, erfahrt ihr hier.
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Scheitert beim Versuch, einen kühlen Kopf zu bewahren:
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Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen:
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»Freiräume sind weg, junge Menschen müssen 1600 Euro Miete zahlen, die Freiheit ist futsch.«
Ludwig Eben Betreiber des Humboldthain-Clubs
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zur Stadtentwicklung in Berlin
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