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Nach der Hitze kommt die Heizung:
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Gegen den Klimawandel soll in Zukunft mit Rechenzentren geheizt werde
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Preußischer Militarismus gegen Kulturzentrum:
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Das »Rechenzentrum« in Potsdam soll der Garnisonkirche weichen
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Bezahlbarer Wohnraum als strategische Erfindung: Architekten kritisieren neue Baupläne für das Tempelhofer Feld
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Berlins Regierender Bürgermeister, Kai Wegner steht Dienstag Mittag auf dem Balkon des Roten Rathauses und zieht an einer Zigarette. Der CDU-Politiker hat dann theoretisch einen guten Blick auf eine kleine Aktion die auf dem Vorplatz stattfindet. Der Berliner Energietisch, die Berliner Naturfreunde und der BUND Berlin machen ihre Kritik an der Berliner Heizungspolitik deutlich.
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Die Berliner Gluthitze, unter der am Wochenende so gut wie alle in der Hauptstadt leiden mussten, hat ihre Ursache in der voranschreitenden Klimakrise. Um dieser zu begegnen hat sich das Land Berlin das wenig ambitionierte Ziel gegeben, bis 2045 klimaneutral zu werden. Ein Baustein dafür: Der Berliner Wärmeplan 2026, der vor gut zwei Wochen beschlossen wurde.
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Rund 40 Prozent der Berliner Emissionen stammen aus der Beheizung von Gebäuden und Warmwasserbereitung. Der Wärmeplan macht ein paar unverbindliche Vorschläge, um den Wärmesektor zu transformieren. Erreicht werden soll das einerseits durch die die energetische Sanierung des Gebäudebestandes, um den Wärmeverbrauch zu senken. Andererseits durch dem Wechsel von fossilen Energieträgern hin zu erneuerbaren Energien und der Nutzung von »unvermeidbarer Abwärme«. Vorgaben an Immobilienbesitzer macht er aber nicht.
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»2045 ist eigentlich viel zu spät«, sagt Judith Dellheim, vom Berliner Energietisch, die vor dem Roten Rathaus in einem Bärenkostüm steckt. Die Frage, wie Berlin bis zu diesem späten Datum klimaneutral werden solle, kläre der Wärmeplan nicht, sagt sie. Delia Hinz, auch vom Berliner Energietisch, bemängelt, dass der Wärmeplan vor allem eine Feststellung des Status quo sei, und es keine verbindlichen Vorgaben an die Bezirke für eine tatsächliche Umsetzung der Wärmewende gebe.
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Was die drei vor dem Rathaus versammelten Organisationen außerdem eint, ist die Sorge, dass die Wärmewende, so wie sie geplant ist, zulasten der Mieter*innen gehen wird. Schon jetzt sind steigende Energiekosten ein Problem: 2025 wurden über 12 000 Berliner Haushalten der Strom gesperrt, rund 1250 Haushalten das Gas. »Uns Mietern steht das Wasser ziemlich bis zum Hals. Nicht nur die Mieten steigen, sondern auch die Nebenkosten – und da vor allem die Kosten für das Heizen ins Unbezahlbare«, sagt Peter Schmidt vom Bündnis Mietenwahnsinn. Eine soziale Wärmewende bedeute, dass das gemacht werde, was die Menschen bräuchten und nicht »was die maximalen Profite für die Konzerne bringt«.
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Bild des Tages
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Für eine soziale Wärmewende ist der Senat nicht erreichbar, sagen zumindest BUND, Naturfreunde und der Berliner Energietisch.| Foto: Uwe Hiksch/Naturfreunde
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Interessant ist für den »Muckefuck« in diesem Kontext, was im Wärmeplan alles als »unvermeidbare Abwärme« zählt. Das größte Potenzial sieht der Senat nämlich bei Rechenzentren. Schon jetzt liegen mindestens 15 Pläne für weitere solcher Serverfarmen in Berlin vor, der »KI-Boom« treibt die Entwicklung voran. »Die Neuansiedlung von Rechenzentren bietet die Chance, diese beziehungsweise die in der Kühlung anfallende Abwärme perspektivisch für die Berliner Wärmeversorgung zu nutzen«, heißt es im Wärmeplan. Bizarr, angesichts dessen, dass Rechenzentren wegen ihres hohen Energieverbrauchs und auch wegen den Emissionen bei der Herstellung von Servern etc. als besonders klimaschädlich gelten.
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Angesichts solcher Perspektiven aus dem Senat wollen BUND, Naturfreunde und Energietisch eigene Pläne schmieden. Es brauche mehr Aktion aus der Stadtgesellschaft, sagt Judith Dellheim. Und man geht mit gutem Beispiel voran: Ende August wird es einen Wärmegipfel geben, auf dem Alternativen zur dystopischen Klima- und Wärmepolitik diskutiert werden. Wer mitmachen will, kann hier mehr lesen.
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In Potsdam drehen sich Debatten um ein Rechenzentrum, das nicht für die Generierung von mittelmäßigen KI-Videos oder die KI-gestützte Vorbereitung von Bombenschlägen im Nahen Osten genutzt wird. Im 1971 fertiggestellten ehemaligen Datenverarbeitungszentrum des VEB Maschinelles Rechnen surren auch keine Computer mehr. Seit 2015 wird das noch erhaltene Verwaltungsgebäude als Kunst- und Kreativhaus genutzt. Aber ein direkter Nachbar bedroht sein Fortbestand. Die Stiftung Garnisonkirche will nach dem Turm der Kirche auch das Kirchenschiff wieder aufbauen. Dafür soll das DDR-Rechenzentrum weichen.
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Schon der Wiederaufbau des Kirchturms war heftig umstritten. Sie ist der Ort, an dem 1933 Adolf Hitler dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg mit einer Verbeugung die Hand reichte. Der Handschlag gilt als Symbol der Allianz von Faschismus und preußischem Militarismus. Was die aktuellen Debatten sind, und was die Nutzer*innen des Rechenzentrums von der ganzen Chose halten, hat unser Brandenburg-Experte Andreas Fritsche für euch hier aufgeschrieben.
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Ab jetzt wir mit AI-Slop geheizt! David Rojas Kienzle
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Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen:
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Was heute noch wichtig ist:
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Die Firmen Tesla und Ceva Logistics schaffen zusammen bis zu 1800 neue Stellen. Doch die Arbeitslosenzahlen in der Hauptstadtregion steigen weiter.
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Andreas Fritsche
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»Die Zukunft des Feldes muss nicht zwischen Bebauung und Stillstand entschieden werden.«
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