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Ordnungamt mopst Nacktbader die Klamotte: Allerlei Kuriositäten aus dem neuesten Bericht des Abgeordnetenhauses
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Sicherheitsbehörden rüsten gegen links auf: Nach dem Anschlag auf Berlins Stromnetz bilden V-Schutz und BKA neue Einheit
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Linkspartei liegt mit 20 Prozent vorn: Aktuelle Umfragewerte prognostizieren ein rotes Berlin
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Berlin! Und guten Morgen an alle Hauptstädter*innen mit Problemen. Der Muckefuck weckt euch heute mit den gaaaaaaanz wichtigen Problemen aus dem Hautstadtsumpf. Keine Sorge: es geht weder um unbezahlbare Mieten, rassistische Polizeikontrollen oder gar um zunehmende Angriffe durch Nazis im Kiez. Stattdessen widmen wir uns der Frage, was ein Berliner tun kann, wenn ihm das Ordnungsamt beim Baden den Schlüpper mopst.
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Klingt komisch, ist aber so geschehen: Als ein 60-jähriger Mann 2025 *illegalerweise* nackig in einem Berliner Gewässer schwamm, kassierte das Ordnungsamt seine Klamotten als »herrenlose Fundsache« ein. Nur im Handtuch bekleidet musste der Mann die Beamten 600 Meter entfernt aufspüren und zur Rede stellen. Das lief wohl weniger gut – der Streit ging bis vor Gericht. Darum wandte sich der Mann an den Petitionsausschuss.
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Noch nie gehört? Der Petitionsausschuss besteht aus zwölf Abgeordneten, die Berliner*innen bei Stress mit den Behörden anhören. Am Donnerstag veröffentlichten sie ihren Jahresbericht 2025 mit allerlei kurioser Bürgerbeschwerden. Im Falle des Unterhosen-Streits befand der Ausschuss, dass sich das Bezirksamt bei dem 60-Jährigen entschuldigen muss. In einem anderen Fall dürfte ein Bürger weniger befriedigt sein: Er hatte sich über die schwarzen Mülltonnen als Wahlurne beschwert. Für ihn eine Andeutung, dass seine Stimme »für die Tonne« sei, heißt es in dem Bericht. Leider gab es keine Schlichtung. Grund: Berlin hat kein Geld für schickere Urnen.
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Wofür Berlin allerdings mehr Geld locker macht, beziehungsweise genauer gesagt der Bund, ist natürlich der Kampf gegen Linksextremismus. Anlass ist der Anschlag auf das Stromnetz im Südwesten der Stadt Anfang des Jahres. Der Anschlag wird einer mutmaßlichen Vulkangruppe zugeordnet, die der Bundesverfassungsschutz (BfV) als »linksextremistisch« einstuft. Ich habe beim Bundeskriminalamt (BKA) nachgehakt, wie es eigentlich um die Ermittlungen steht. Schließlich hatte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ja ein Kopfgeld von über einer Millionen Euro für Hinweise ausgesetzt.
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Der Zeugenaufruf endete am 24. Februar, teilte mir das BKA mit. »Dem Bundeskriminalamt wurde bis zum Ablauf der Frist eine mittlere dreistellige Zahl an Hinweisen zugeleitet, welche entsprechend auch über den Auslobungszeitraum hinaus weiterhin bearbeitet und intensiv überprüft werden«, heißt es von der Behörde. Weitere Auskünfte zu den Tatverdächtigen oder zum Aufklärungsstand könne man aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens nicht geben.
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Dafür offenbart eine Antwort auf eine AfD-Anfrage im Bundestag, was sich viele Linke bereits denken konnten: Der Bundesverfassungsschutz und das Bundeskriminalamt rüsten gegen links auf. Welche Details dazu bereits bekannt ist, lest ihr in meinem Artikel.
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Bild des Tages
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Mit dem Unterhosen-Klau beim Baden kennt sich auch Alexander Gauland aus (Afd).| Foto: Marc Brandenburg (@pusztapunk)/X
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An dieser Stelle verabschiedet sich euer liebster linker Berlin-Newsletter in seine jährliche Sommerpause. Während wir Redakteur*innen uns mit dem Wahlkampfgetöse rumschlagen werden, seid ihr im »nd« natürlich weiterhin gut mit Neuigkeiten und Hintergründen aus der Stadtpolitik versorgt.
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Wir hören uns dann zur großen Stunde wieder – kurz der der Abgeordnetenhauswahl im September. Zweieinhalb Monate vor der Wahl liegt die Linke übrigens laut Infratest-dimap-Umfrage mit 20 Prozent vorn. Dahinter folgen die Grünen mit 19 Prozent und die AfD mit 18 Prozent. Es bleibt also spannend!
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Passt auf euch auf! Jule Meier, Team Hauptstadtregion
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Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen:
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Was heute noch wichtig ist:
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Bei der Sanierung der Seestraße in Zeuthen sollen Linden, Roteichen, Spitzahorn und Robinien gefällt werden. Der Naturschutzbund klagte dagegen
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Andreas Fritsche
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Die Vermieterlobby behauptet, nur in Ausnahmen würden illegal hohe Mieten verlangt. Verfügbare Zahlen deuten in eine andere Richtung.
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David Rojas Kienzle
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Von der Poliklinik über Parteisekretäre bis zu Materialmangel: Tausende Menschen arbeiteten zu Mauerzeiten für Westmark in einem DDR-Betrieb.
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Nicolas Šustr
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»Dem BKA wurde [...] eine mittlere dreistellige Zahl an Hinweisen zugeleitet, welche [...] auch weiterhin bearbeitet und intensiv überprüft werden«
Sprecher des BKA Zu den Ermittlungen in Stromnetz-Anschlag
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