|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Von der CDU zum BSW: Politiker wechselt Partei in Rekordtempo
|
Linke verhandelt mit Grünen und SPD: Parteitag macht Weg frei für Koalitionsverhandlungen
|
Wehren gegen Wehrpflicht: Schüler, Eltern und Großeltern demonstrieren am Brandenburger Tor
|
|
|
|
|
|
|
|
manch einer wechselt die Parteien wie seine Hemden und behauptet dann, nicht er selbst habe seine politische Überzeugung über Bord geworfen, sondern das sei die alte Partei gewesen. Wie sich das bei dem abtrünnigen Christdemokraten Christian Heck verhält, kann ich nicht einschätzen. Ich kann aber sagen, dass er der CDU zunächst 30 Jahre die Treue hielt, bevor er sie für das BSW verlassen hat. Rekordverdächtig kurz war allerdings der Zeitraum zwischen seiner Wiederwahl in die Bezirksverordnetenversammlung von Berlin-Spandau am 20. September und seinem Übertritt zum BSW noch vor der konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend. Die Wagenknecht-Partei kann über solche klitzekleinen Erfolge jubilieren, hat sie doch nun drei Bezirksverordnete in Spandau – und das ist die kritische Masse, um eine Fraktion bilden zu dürfen. Diese Mandatsräuberpistole habe ich Euch hier aufgeschrieben.
|
Die Berliner Linke, befreit von den Aposteln Sahra Wagenknechts, hat indessen viele neue Jünger gefunden und zählt mehr als 20.000 Mitglieder. Viele von ihnen haben im Haustürwahlkampf fleißig missioniert und so manchen Einwohner der Hauptstadt dazu gebracht, anderen Parteien abzuschwören und an die Verheißungen der Linken zu glauben – etwa, dass ein Leben in Berlin kein irdisches Jammertal sein muss, wenn Spitzenkandidatin Elif Eralp Regierende Bürgermeisterin wird. Eine weitere Sprosse auf der Himmelsleiter ins Rote Rathaus hat Eralp am Samstag erklommen. Da beschloss ein Sonderparteitag Koalitionsverhandlungen mit den Grünen und der SPD. Kollege Marten Brehmer war dort. Seinen Bericht findet Ihr hier.
|
|
Ich bin übrigens der einzige in unserem Ressort Hauptstadtregion, der bereits 2002 beim nd arbeitete, als die erste rot-rote Koalition in Berlin startete. Damals sind viele Einwohner der Stadt bitter enttäuscht worden, besonders die Mieter, deren Wohnungen diese Koalition privatisierte. Ich habe diesen Schock bis heute nicht überwunden und daher große Vorbehalte gegen Regierungsbeteiligungen der Sozialisten. Aber nicht einmal darüber zu verhandeln, ob Rot-Grün-Rot jetzt ein Weg wäre, den Fehler wieder gutzumachen und Wohnungen zu vergesellschaften, das hätte sich für mich falsch angefühlt. Darum begrüße ich den Parteitagsbeschluss ausdrücklich in einem Kommentar. Wem das noch nicht genug zum Thema ist, dem sei ein Vorbericht von Kollege Christian Lelek zum Parteitag ans Herz gelegt.
|
|
|
|
|
|
Bild des Tages
|
|
Farbe bekennen im Roten Rathaus? Elif Eralp am Samstag beim Sonderparteitag der Berliner Linken | Foto: dpa/Christophe Gateau
|
|
|
|
|
Anzeige
|
|
|
|
|
|
Das ist jetzt natürlich viel Lesestoff für Menschen, die sich für Parteipolitik interessieren. Wir wollen aber nicht die jungen Menschen vergessen, die möglichst später herauszufinden gedenken, ob es ein Leben nach dem Tod gibt. Die sich nicht in einem Krieg verheizen lassen wollen und deshalb am Samstag in Berlin und in anderen Städten gegen Aufrüstung und Wehrpflicht demonstriert haben. Bundesweit sollen sich 180.000 Menschen an solchen Aktionen beteiligt haben.
|
Elias Inan Christe, selbst erst 18 Jahre alt, ist für un in Berlin ans Brandenburger Tor gegangen. Er hat dort nicht nur junge Leute gesehen, sondern auch andere Generationen getroffen und gesprochen, die sich solidarisch gezeigt haben. Was Jung und Alt ihm gesagt haben, könnt Ihr hier nachlesen. Und weil der Liedermacher Gerhard Schöne sehr schöne Friedenslieder gemacht hat, möchte ich Euch als Gegenmittel zum Kriegsdienst als Video des Tages präsentieren, was Gerhard Schöne dem »Lieben Feind in der Ferne« zugesungen hat.
|
Bei einem derart umfangreichen Lektüre-Angebot will ich Euch nicht allzulange predigen und sage für heute ...
|
Ja und Amen: Andreas Fritsche
|
|
|
Auch wir Journalist*innen müssen unsere Bohnen verdienen:
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Was heute noch wichtig ist:
|
|
In Berlin-Reinickendorf wurde die Brandmauer von der CDU schwer beschädigt, aber nicht gänzlich niedergerissen.
|
Andreas Fritsche
|
|
In Marzahn-Hellersdorf scheiterten die Wahlen von Bezirksamt und BVV-Vorstand. Im Fokus: der potenzielle Königsmacher CDU.
|
Marina Mai
|
|
|
|
Das Berliner Arbeitsgericht weist die Suspendierung von zwei Betriebsrätinnen zurück. Die Beschäftigten kämpfen weiter.
|
Peter Nowak
|
|
|
|
|
»Derzeit ist es insbesondere in Berlin für Jugendliche so schwer wie lange Zeit nicht, eine Ausbildung zu finden.«
Carina Knie-Nürnberg Regionalchefin der Arbeitsagentur
|
|
|
|
|
|
|
Berlin sollte durchaus von einer Politikerin wie Elif Eralp regiert werden, die sich Sorgen macht.
|
|
|
|
|
|
Das könnte dich auch interessieren:
|
|
Casa-Kuá-Razzia bleibt international nicht unbemerkt. Ein offener Brief um Judith Butler klagt zunehmenden Autoritarismus und Queerfeindlichkeit an.
|
Julian Daum
|
|
In Berlin gibt es sehr viel mehr Bewerber als Lehrstellen. Der Blick nach Brandenburg hilft ihnen auch nicht mehr.
|
Andreas Fritsche
|
|
Humanitäre Aktion könnte Vorbild für weitere Rettungsmissionen sein, so die Hoffnung. Wenn sich beide Kriegsparteien genügend vertrauen.
|
Daniel Säwert
|
|
|
|
|
Anzeige
|
|
|
|
|
|
|
|
|
03. November, 10 Uhr Karl-Liebknecht-Haus, Kleine Alexanderstraße 28 in 10178 Berlin Eintritt: 2 Euro
|
|
|
Entgegen der Behauptung von Joseph Goebbels, Berlin 1933 erobert zu haben, berichtet Dr. Hans-Rainer Sandvoß von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand anhand historischer Quellen und Zeitzeugenaussagen von weit mehr als 10.000 Menschen, die in der Nazizeit wegen Widerstandes in der Hauptstadt inhaftiert und verfolgt wurden und von vielfältigen Beweisen von Gegnerschaft. Noch 1937 beklagte die SS, Berlin sei ein »ständiger Unruheherd«. Sandvoß ist Herausgeber der Reihe »Widerstand in Berlin 1933-45«, die sich in eigenen Bänden dem Widerstand in einzelnen Bezirken widmete.
|
|
|
|
|
|
Video des Tages
|
|
|
|
|
|
|
|
|
»Klassentreffen« ist ein Podcast über Klasse, Krise und Kultur mit Olivier David. Jeden Monat neu auf
|
|
|
|
|
|
Muckefuck wurde dir empfohlen und du möchtest es abonnieren?
|
|
|
|
|
|
|
Deine Tasse Muckefuck ist leer, für heute. Wir machen dich morgen früh wieder wach
|
|
und freuen uns über dein Feedback.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|