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Kippt der Sozialstaat?
Rüstungskonzerne expandieren, Sozialausgaben sollen schrumpfen. Alternativlos ist das nicht
22. August 2025 | Nr. 34
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Stephan Kaufmann Redaktion nd.DieWoche
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Liebe Leserinnen und Leser,
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als »Kipppunkt« bezeichnen Klimaforscher einen Schwellenwert, dessen Überschreitung drastische unkontrollierbare Folgen haben kann. Auch Deutschlands Sozialsystem habe einen Kipppunkt erreicht, meldet das »Handelsblatt«. Laut deutschem Arbeitgeberverband ist es sogar bereits »quasi insolvent«. Die Bundesregierung hat daher Reformen angekündigt – beziehungsweise genauer: angedroht.
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Während der Militäretat Abermilliarden verschlingt, soll am Sozialstaat nun gespart werden. Denn laut Bundeskanzler Friedrich Merz verursacht er »zusätzliche Kosten, die unsere Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland immer mehr einschränken«. Stimmt das? Was ist überhaupt Wettbewerbsfähigkeit und inwiefern schadet ihr der Sozialstaat? Ließen sich die Finanzierungslücken von Rente, Gesundheit und Pflege auch ohne Kürzungen schließen? Große Fragen. Wir haben die Antworten.
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Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht Stephan Kaufmann Redaktion nd.DieWoche
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Bild der Woche
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Ist Ihnen schon aufgefallen, dass Erdbeeren jedes Jahr teurer werden? Aber damit ist jetzt Schluss! Das versprechen zumindest die Entwickler beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. Roboter Shivaa erkennt eigenständig die reifen Erdbeeren, pflückt sie mit seinen Greifarmen und legt sie dann sanft in eine Kiste. Na gut, das machen menschliche Erntehelfer so oder ähnlich auch, aber: Immer wollen sie mehr Geld, Pausen, meckern und stöhnen über Ausbeutung und Schmerzen im Rücken. Das alles bleibt uns dank Shivaa erspart. 15 Kilogramm soll der Roboter pro Stunde ernten und acht Stunden am Stück arbeiten können - ohne Pause. Gut 60 Prozent der Kosten bei der Ernte seien Lohnkosten, so der Projektleiter, und er verbindet mit dem Praxiseinsatz der Roboter - der gleichwohl noch in einiger Ferne liegt - ein Sinken der Preise im Supermarkt. Warum nur will der erfahrene Zeitgenosse nicht so recht daran glauben? Foto: dpa/Jens Büttner
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Trotz des Hypes: Mini-Atomkraftwerke sind technisch nicht ausgereift, unsicher und zu teuer.
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Statt sich in Katastrophenstimmung zur Preppergemeinschaft zusammenzurotten, muss eine linke Klimabewegung die Produktion übernehmen. Davon hängt das gute Leben für alle ab.
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Wie viel Ökologie steckte schon in Marx? Zu dieser aktuellen Frage eines Ökomarxismus will der Literaturwissenschaftler Heinrich Detering mit »Die Revolte der Erde. Karl Marx und die Ökologie« einen Beitrag leisten.
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In den Kitas herrscht struktureller Mangel, die frühe Bildung kommt viel zu kurz, findet der Elternvertreter Alex Liefermann aus NRW. In der Politik stößt er mit seinen Anliegen auf taube Ohren.
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Schlauer ist man nachher immer
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