nd.DieWoche

Neuordnung einer Region

Israels rechtsextreme Regierung will die dauerhafte Vorherrschaft
in Nahost und die Schwächung seiner Nachbarstaaten

17. April 2026 | Nr. 16

Eva Roth und Raul Zelik
Redaktion nd.DieWoche

Liebe Leserinnen und Leser,

Israels rechtsextreme Regierung will die dauerhafte Vorherrschaft in Nahost und die Schwächung seiner Nachbarstaaten. Dazu gehört, Libanon zu bombardierenNachdem die USA und Israel den Iran-Krieg gemeinsam begonnen haben, verläuft mittlerweile ein Riss zwischen den Verbündeten. „Besaßen die Falken in den USA und Israel zu Kriegsbeginn noch gemeinsame Interessen, so driften sie aufgrund innenpolitischer Kalküle inzwischen auseinander“, schreibt Nimrod Flaschenberg in seinem Gastbeitrag. Flaschenberg gehört zu den Initiator*innen von „Israelis for Peace“.

Die Trump-Regierung hätte gern einen „Deal“. Israel hingegen setzt auf den Ausbau der eigenen Machtposition durch Krieg. Seit dem Amtsantritt der aktuellen Regierung 2022 sind die Verweise auf „Groß-Israel“ häufiger geworden, schreibt Cyrus Salimi-Asl. Besonders betroffen von den israelischen Angriffen ist derzeit der Libanon. „Die humanitäre Lage im Libanon ist desaströs“, sagt Imad Mustafa von der NGO Medico International dem „nd“. Die libanesische Regierung sei schwach und brauche Unterstützung, betont Jens Hanssen, Leiter des Orient-Instituts in Beirut. „Aber wer macht den Rücken krumm für den kleinen Libanon?“

Die Arbeit von Rettungskräften im Libanon schildern Philippe Pernot und Amélie David in ihrer Reportage.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Raul Zelik und Eva Roth

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