nd.DieWoche

Monströs und doch zu klein

Von Nahost bis Lateinamerika –
was die US-Regierung versucht und woran sie scheitert

20. März 2026 | Nr. 12

Stephan Kaufmann

Stephan Kaufmann
Redaktion nd.DieWoche

Liebe Leserinnen und Leser,

angetreten ist Donald Trump mit dem Versprechen, „Amerika“ wieder „groß“ zu machen. Seine Vorgänger, so Trumps Analyse, hätten sich gegenüber Ausland und Ausländern zu nachgiebig gezeigt und damit den Abstieg der USA verschuldet. „Dieses amerikanische Gemetzel hört genau hier und genau jetzt auf“, rief Trump in seiner Antrittsrede im Januar 2025. Doch nach ein paar Zollkriegen, Gemetzel und Bombardements zeigt sich: Trumps Gewaltakte führen nicht zum Ziel. Er verbreitet Angst und Schrecken, aber das allein macht die USA nicht wieder „groß“.

Trumps schlechte Bilanz ist kaum verwunderlich. Schließlich hatten bereits seine Vorgänger alles daran gesetzt, die Dominanz der USA zu erhalten. Ihr relativer Misserfolg dabei lässt sich derzeit durch noch so viele Bomben nicht beheben. Das zeigen wir diese Woche an den Beispielen Nahost, Lateinamerika und am Fall der Wirtschaftssanktionen. In all diesen Fällen ist klar: Auch Trumps Misserfolge werden nicht den Frieden bringen, sondern die Eskalation.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Stephan Kaufmann

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