nd.DieWoche

43-32-5: „nd“ – eine Zeitung in Bewegung

24. April 2026 | Nr. 17

Wolfgang Hübner
Redaktion nd.DieWoche

Liebe Leserinnen und Leser,

wir feiern Geburtstag: Vor 80 Jahren, am 23. April 1946, erschien die Tageszeitung „Neues Deutschland“ zum ersten Mal. Dies war ein Ergebnis der Vereinigung von KPD und SPD im Osten Deutschlands zur SED.

Wollte man die 80 Jahre dieser Zeitung auf eine mathematische Formel bringen, würde sie so aussehen: 80 = 43 + 32 + 5. Denn 43 Jahre lang, bis zum Herbst 1989, war das “ND“ Parteiorgan der SED. 32 Jahre erschien es als redaktionell unabhängige linke Zeitung, herausgegeben von der ND-GmbH. Seit fünf Jahren existiert die nd-Genossenschaft, die nun auch formal komplett unabhängig ist. Immer aber – und das trifft auf die Jahre seit 1989 in verstärktem Maß zu - war „nd“ eine Zeitung in Bewegung, und das wird auch so bleiben.

Wir erinnern zum Jahrestag an Episoden aus der nd-Geschichte – beispielsweise an die jahrzehntelang vom „ND“ mitveranstaltete Friedensfahrt. Wir haben nachgesehen, was sich 1946, im Jahr der ND-Gründung, in Deutschland getan hat. Wir beleuchten verdienstvolle und problematische Seiten der nd-Geschichte.

Übrigens: Der nd-Geburtstag war diese Woche, die Party – ein Leser- und Genossenschaftsfest - wird am 13. Juni nachgeholt, wenn auch die Versammlung der nd.Genossenschaft ansteht. Dann soll eine weitere nd-Ausgabe erscheinen, die sich mit Geschichte, Gegenwart und Perspektiven des „nd“ beschäftigt und jetzt schon in Arbeit ist.

Bereits am 27. April spreche ich ab 19 Uhr im nd-Gebäude am Berliner Franz-Mehring-Platz gemeinsam mit unserem früheren Geschäftsführer Wolfgang Spickermann über die Umbruchzeiten 1989/90, die auch für unsere Zeitung gravierende Folgen hatten. Moderiert wird das Gespräch von der langjährigen Linke-Politikerin und nd-Leserin Gesine Lötzsch.

Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht
Wolfgang Hübner

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