nd.DieWoche

I had a dream

250 Jahre USA: Seit 1776 kämpfen die Vereinigten Staaten
um ihr Versprechen der Menschenrechte für alle

03. Juli 2026 | Nr. 27

Regina Stötzel

Regina Stötzel
Redaktion nd.DieWoche

Liebe Leserinnen und Leser,

am 4. Juli 1776 proklamierten 13 amerikanische Kolonien in Philadelphia ihre Unabhängigkeit vom britischen Königshaus und begründeten sie erstaunlicherweise mit den allgemeinen Menschenrechten: Alle Menschen seien gleich, frei und unabhängig und hätten bestimmte ihnen innewohnende Rechte.

Doch diese Freiheitserklärung hatte von Anfang an zweifelhaften Charakter. Nicht wenige Gründungsväter der USA waren – wie etwa Thomas Jefferson – rücksichtslose Sklavenhalter. Und gegen die ursprüngliche Bevölkerung des Kontinents hatten die Siedler schon zuvor eine Politik des Genozids entfacht, die sich nun verstärkte: Von einst fünf bis zehn Millionen Native Americans im Jahr 1500 sank ihre Zahl bis 1900 auf etwa 237 000.

Bis heute wird weiter um das Versprechen auf Gleichheit aller Menschen gerungen, dem das Land weit hinterherhinkt, schreibt Oliver Kern. Auch gibt es in den USA zwar immer mehr Milliardäre, aber für die meisten Menschen immer weniger Chancen auf sozialen Aufstieg. Nicht nur für Reiner Oschmann bedeutet dies das Ende des »American Dream«: 2025 haben mehr Menschen die USA verlassen, als eingewandert sind – erstmals seit den 1930ern. Dafür gibt es mehr Schusswaffen im Privatbesitz als Einwohner (350 Millionen) – und täglich werden damit 110 Menschen getötet.

Das alles hindert Präsident Trump nicht daran, sich zum Jubiläum vor allem selbst zu feiern, wie nd-Autor Max Böhnel aus den USA berichtet.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Regina Stötzel

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