nd.DieWoche

So rot ist Berlin

Die Linkspartei ist in Berlin so stark wie nirgendwo sonst. Bei der Wahl am Sonntag knnte sie auf Platz eins landen. Wie ist es dazu gekommen und was könnte sie ändern?

17. September 2026

Am kommenden Sonntag sind Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. In der Hauptstadt könnte die Linke stärkste Kraft werden. Wird sie dann auch regieren? Und wenn sie regiert, was kann sie in einer Stadt voller Probleme und sozialer Schieflagen erreichen?
Wir analysieren den erfolgreichen Wahlkampf der Partei und ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp und gehen der Frage nach, inwieweit das New Yorker Erfolgsmodell Zohran Mamdani in Berlin zum Vorbild taugt.

Wir fragen, ob die Linke, selbst wenn sie stärkste Partei wird, in die Regierungsverantwortung gehen sollte? Oftmals ist linke Politik viel wirkungsvoller, wenn sie aus der Opposition heraus betrieben wird.

Wir haben Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien bei ihrer Wahlkampftour durch die Bezirke begleitet, in denen die Linke viel unerwarteten Zuspruch erfuhr und auch die Berliner Eichhörnchen es sich nicht nehmen ließen, in einem besonders verheißungsvollen Rot zu glänzen. Als Nostalgiker erinnern wir zudem an eine Zeit, in der die personifizierte linke Hoffnung noch Gregor hieß statt Elif.

Und da es in Berlin immer ein zentrales Thema ist, irgendwie den Müll rauszubringen, ziehen wir eine Bilanz der abgewirtschafteten Regierungskoalition aus CDU und SPD, die 2023 einen »Aufbruch für die Stadt« versprochen hatte – in der Stadt, die eigentlich immer im Aufbruch ist.

Viel Vergnügen und Erhellung wünscht
Klaus Ungerer
Redaktion nd.DieWoche

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