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Ihre Tagesvorschau für den 19. August 2025
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Markus Drescher Ressort Politik
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eines der Schlagworte der deutschen Migrationspoltik, das nicht nur Debatten beherrscht, sondern immer mehr Existenzen Tausender Menschen hierzulande bedroht, ist: Abschiebung. Oftmals trifft es dabei genau diejenigen »gut integrierten« Menschen, die bereits in Ausbildung, Studium oder Arbeit sind und sich regelmäßig beim zuständigen Amt melden. Menschen, die von der Regierung als künftige Fachkräfte doch eigentlich händeringend in Deutschland gehalten werden sollten. Doch stattdessen werden sie einem rechten Zeitgeist geopfert, den vor allem die Union immer weiter forciert.
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Die Abschottungspraxis wird laut Kritikern dabei stetig härter. Asylsuchende werden trotz Gerichtsurteil weiter an Grenzen generell abgewiesen, ganze Familien in Gewahrsam genommen, mehr Menschen werden bei laufendem Verfahren abgeschoben, um Fakten zu schaffen. So sind auch immer wieder Kinder und Jugendliche von Abschiebungen aus Deutschland betroffen. Wie kürzlich durch eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag bekannt wurde, war demnach jeder neunte der im ersten Halbjahr 2025 aus Deutschland abgeschobenen Menschen minderjährig. Von den 11 807 abgeschobenen Migrantinnen und Migranten waren demnach 1345 im Alter von sechs bis 18 Jahren. Dies entspricht 11,4 Prozent.
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Ansetzen können die schwarz-roten Abschotter rund um Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), die mit großen Schritten das Asylrecht noch weiter verschärfen und noch mehr und mehr Menschen abschieben wollen, dabei aber auch dort, wo die letzte Regierung mit ihrem »Rückführungserleichterungsgesetz« aufgehört hat, denn bereits die Ampel setzte auf eine Sündenbock-Debatte, die den Menschen in diesem Land weder bei ihren Problemen hilft, noch für mehr Sicherheit sorgen wird – und angesichts des demografischen Wandels schon gar nichts mit einer weitblickenden Arbeitsmarktpolitik zu tun hat.
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Eine interessante Lektüre wünscht für das Politik-Ressort
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Der 7. Oktober war eine Katastrophe für die Palästinenser, analysiert der Politologe Gilbert Achcar. Israels genozidaler Krieg habe über 200.000 Opfer gefordert und die Hamas-Strategie als fatalen Fehlschlag entlarvt.
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Interview: Elias Feroz
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Rolf Frankenberger vom Institut für Rechtsextremismus erklärt, wie rechte Netzwerke in Baden-Württemberg mobilisieren, warum Aufklärung direkt zu den Menschen muss und warum sein Institut Sicherheitsmaßnahmen braucht.
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Interview: Anton Benz
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Eine neue Datenbank erinnert an über 30 000 Opfer von medizinischen Zwangsexperimenten während der NS-Diktatur und an die Verstrickung der Wissenschaft, die sich mit der Aufarbeitung lange schwertat.
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Hendrik Lasch
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»Gehen Sie zur Vorsorge!«, das wird den Menschen als Patient*innen allenthalben eingetrichtert, und wer gesund altern will, der hält sich auch daran. Denn sind die Gesundheitsprobleme früh erkannt, ist die Schadensbegrenzung oft noch einfach. Doch woher den Vorsorgetermin nehmen, wenn nicht bezahlen? Termine nur für Privatversicherte und Selbstzahler, lautet die Devise in zahlreichen Praxen. Da hilft nur eins, liebe Patient*innen: Machen Sie sich interessant! Legen Sie sich beispielsweise für 5000 Jahre ins ewige Eis – aber nicht in einen Alpengletscher, denn die halten sich nicht mehr so lange – und Sie werden sehen, alle Koryphäen der Wissenschaft werden sich auf Sie stürzen und über Jahre immer wieder Ihre Befunde diskutieren, wie jüngst wieder die Arteriosklerose des Eis-Mannes Ötzi. Das gesunde Altern wird dem allerdings in seiner Kühlzelle versagt.
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Jutta Blume
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Es hätten Fußballfeste im DFB-Pokal sein sollen – stattdessen wurde in Leipzig und Potsdam Rassismus zum Hauptthema. Die Spiele von Schalke 04 und dem 1. FC Kaiserslautern mussten unterbrochen werden.
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Johann Caspar Nilius
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Die USA haben Luft- und Seestreitkräfte in die südliche Karibik entsandt. Die Regierung in Washington begründet ihre Entscheidung mit einem Vorgehen gegen die Bedrohung durch lateinamerikanische Drogenkartelle.
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Andreas Knobloch, Havanna
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Illustration: Teresa Habild
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