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Ihre Tagesvorschau für den 11. September 2025
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Sarah Yolanda Koss Ressort Politik
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am Tag der wohnungslosen Menschen geht es darum, die Politik herauszufordern. Schließlich gibt es in Deutschland laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) inzwischen etwa 600 000 Menschen, die keinen sicheren Wohnort haben, bei Bekannten und in Notunterkünften unterkommen oder auf der Straße leben – Tendenz steigend. Fast ein Drittel der Menschen in Notunterkünften sind Kinder.
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„Der Zugang zu sozialem Wohnraum ist eine gesellschaftliche Frage. Gibt es ihn nicht, bemerken wir das zuerst bei Menschen mit weniger Ressourcen. Aber letztlich leidet darunter bereits ein großer Teil der Bevölkerung“, stellt Joachim Krauß von der BAG W im „nd“-Interview fest. Deshalb nimmt die Organisation gemeinsam mit zahlreichen Selbstvertretungen obdachloser und wohnungsloser Menschen diesen Donnerstag die „Politik in die Pflicht“.
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Auf den Berliner Senat hoffen beispielsweise Aktivist*innen gegen Umbauten rund um den Bahnhof Alexanderplatz. Dort plant die Deutsche Bahn »Aufenthaltsmöglichkeiten für Nichtreisende, wie zum Beispiel Wohnungslose«, zu reduzieren. »Sobald du einmal das Stigma hast, so aussiehst oder vielleicht mal nicht so gut riechst, wirst du überall rausgeschmissen«, erzählt Janina unserer Redakteurin Lola Zeller von ihren Erfahrungen. Janina war bis vor kurzem selbst wohnungslos.
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Während Mieten und obdachlosenfeindliche Architektur diametral zur Zahl von Sozialwohnungen steigen, setzt die Bundespolitik weiterhin auf eine Maßnahme: Den Bau-Turbo. Blättern oder swipen Sie durch die morgige Ausgabe, so zieht sich eines durchs Blatt: Ausschließlich Bauen-Bauen-Bauen - ohne rechtliche Maßnahmen - wird die Situation nicht bessern. Nicht im sächsischen Dresden, wo die Förderungen für preisgünstigen Wohnraum nicht an die Preisexplosion angepasst wurden, wie unser Redakteur Hendrik Lasch schreibt. Auch nicht in Berlin, wo die Linksfraktion gerade ein „Sicher-Wohnen-Gesetz“ vorschlägt, wie Kollege David Rojas Kienzle berichtet.
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Solange es weiterhin an sozialem Wohnraum fehlt und mit Wohnraum spekuliert wird, kommen wir nicht weiter, sagt Krauß von der BAG W. Stattdessen brauche es – beispielsweise – ein Förderprogramm für die Kommunen.
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In diesem Sinne: Fordern und fördern!
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Sarah Yolanda Koss aus dem Politik-Ressort
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Im Hafen von Sidi Bousaid herrscht Aufbruchstimmung: 60 Schiffe wollen nach Gaza. Dann explodieren nachts Brandsätze. Die große Solidaritätsaktion ist schon in Tunis zur Zielschreibe geworden.
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Mirco Keilberth, Tunis
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In München haben paralell zur Automesse IAA die Proteste begonnen. Im Protestcamp wird fleißig über Alternativen zum automobilen Kapitalismus diskutiert.
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Claudia Wangerin
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Der Parlamentarier Fedir Chrystenko soll sich mit Korruptionsermittlern gegen die Ukraine verschworen haben. Es ist ein neues Kapitel im Vorgehen gegen die Opposition. Das kritisiert mittlerweile sogar die EU.
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Bernhard Clasen, Kiew
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»Warum heißen plötzlich alle Oliver?«, sang Wiglaf Droste in den 90er Jahren. Das ist wirklich lange her. Der Name ist weg vom Fenster, wie mein eigener. Neue Christophs oder Christofs habe ich schon seit Ewigkeiten keine mehr kennengelernt. Und auch keine Rüdigers, Franks, Bernds, Michaels, Stefans, Jörgs oder Thomasse. Die saßen alle mal in meiner Schulklasse. Für »Rüdiger« scheint es nur ein besonders kurzes Zeitfenster gegeben zu haben, ich schätze von 1960 bis 1980. Gilt auch für andere Namen. Meinen ersten Sohn wollte ich Marlon Meueler nennen. Das wäre ein schöner Stabreim gewesen, dachte ich. Wurde leider aus verschiedenen Gründen verhindert. Heute weiß ich nicht so recht, ob das immer noch schön wirken würde. Und als Marlon, der nicht Marlon heißen konnte, in die Kita kam, war da ein Kind, das hieß Elvis. Der Name ist immer noch gut, oder etwa nicht?
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Christof Meueler
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»How to Be Normal« des österreichischen Regisseurs Florian Pochlatko zeigt eine untergehende, apokalyptische Gesellschaft, die gleichzeitig darum bemüht ist, ihre miefige, spießige Normalität aufrechtzuerhalten.
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Nicolai Hagedorn
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Deutschlands bester Schachspieler Vincent Keymer gehört zu den besten Zehn der Welt. Die Generation des 20-jährigen Mainzers spielt wieder mit mehr Risiko, derzeit bestens beim Grand Swiss in Samarkand zu beobachten.
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Frédéric Valin
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Illustration: Christiane Pfohlmann
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