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Ihre Tagesvorschau für den 15. Dezember 2025
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Anton Benz Ressort Politik
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Die EU-Handelskammer bezeichnet China als weltweit einzige Produktionssupermacht. Da die Nachfrage der Verbraucher im eigenen Land schwächelt, sucht die chinesische Industrie verstärkt nach Absatzmärkten im Ausland. Eine Folge davon: ein großes Handelsungleichgewicht. Die EU hatte 2024 ein Handelsdefizit von mehr als 300 Milliarden Euro, da die Importe aus China (517,8 Milliarden Euro) deutlich umfassender waren als die Exporte dorthin (213,3 Milliarden Euro).
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China ist zu einem Eckpfeiler der globalen Lieferketten geworden. Dass die daraus resultierende wirtschaftliche Abhängigkeit in Zeiten geopolitischer Spannungen zum Druckmittel wird, zeigt das Beispiel Nexperia. Um den weltgrößten Hersteller von Standard-Chips aus Nijmegen unter staatliche Kontrolle zu bringen, aktivierte der niederländische Wirtschaftsminister Vincent Karremans ein Gesetz aus dem Kalten Krieg. Es folgte eine diplomatische Krise und ein Exportverbot für Nexperia-Chips, in China werden die Produkte endverarbeitet.
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Das Verbot hat Peking inzwischen zwar etwas gelockert. Trotzdem offenbart der Fall für die Ökonomin Alicia García-Herrero: "Die Niederlande und die EU waren auf die neue geopolitische Konfliktsituation zwischen den USA und der Volksrepublik schlicht nicht gut vorbereitet."
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Die Lösung, so García-Herrero, sei schmerzhaft: Europa brauche ein eigenes, koordiniertes Äquivalent zum amerikanischen Ausschuss zur Kontrolle von Auslandsinvestitionen – mit echten Durchgriffsrechten. »Wir haben derzeit keine Instrumente«, aus ihrer Sicht ein klarer Auftrag für Brüssel.
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Eine anregende Lektüre wünscht Anton Benz
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Wo sonst Familien im Sand spielen, herrscht plötzlich Panik. Am Bondi Beach in Sydney sind bei einer Schießerei zwölf Menschen ums Leben gekommen, Dutzende wurden verletzt. Die Polizei spricht von einem Terrorangriff.
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Barbara Barkhausen, Sydney
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Der CSU steht im kommenden Jahr mit den Kommunalwahlen in Bayern ein Belastungstest bevor – auch im Freistaat ist mittlerweile die AfD der Hauptkonkurrrent.
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Rudolf Stumberger
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Wissenschaftler des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung stellen Maßnahmen zur Armutsbekämpfung in Familien vor. Sie plädieren für mehr Plätze in der Kindertagesbetreuung und staatliche Transferleistungen.
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Ruta Dreyer
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Früher hat man allenfalls in der Silvesternacht irgendeinen Vorsatz gefasst, und noch vor dem Neujahrsspringen war er vergessen. Heutzutage wird man rund ums Jahr mit sogenannten Challenges belästigt. Hier eine Mail, in der ich aufgefordert werde, mich im Jahr ’26 täglich 26 Minuten zu bewegen. Kommt von der App, die eigentlich nur Wanderrouten aufzeichnen soll, mir aber für irgendwelche Aktivitäten digitale Trophäen in Aussicht stellt. Die Sprach-Lern-App macht einen Mordsalarm, wenn meine »Streak« abzureißen droht, als hinge mein Leben daran. Besonders hartnäckig denkt sich das Fitnessstudio ständig etwas Neues aus. Ich soll mitmachen bei der »30 Tage Bauchmuskel-Challenge«, der »Challenge 0,6 % – eine Stunde, jede Woche« oder gar einer Challenge, mit der ich mein »biologisches Alter verbessern« soll. Geht’s noch? Nicht mit mir! Findet andere Dumme, die solchen Quatsch mitmachen. Nie würde ich mich von so einer Nachricht beeinflussen lassen. Da kommt schon wieder eine Mail: »Hi, …! Super, dass du im Club warst. Wir freuen uns jetzt schon auf deinen nächsten Besuch.« Ja, ja, ich war wochenlang nicht da, war aber nicht meine Schuld. Also nicht nur. Und so selten komme ich doch nun auch wieder nicht, dass ihr mir eine persönliche Ansprache schicken müsst? Oder was soll das heißen? Na, wartet, ich werd’s euch zeigen. Nächste Woche geht’s richtig los!
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Regina Stötzel
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Das Nachkriegsdeutschland befindet sich im Niedergang, ebenso die westliche Hegemonie. Betroffen ist nicht nur ihr liberales, zutiefst heuchlerisches Selbstbild, sondern auch ihre materielle Vorherrschaft. Ein Kommentar
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Yossi Bartal
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Berlins Polizeibudget wächst seit 15 Jahren ununterbrochen – während bei Bildung, Sozialem und Kultur gekürzt wird. Das Justice Collective zeigt: Pro Kopf gibt es hier nun mehr Polizeibeamte als in New York City.
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Jule Meier
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Illustration: Christiane Pfohlmann
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