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Ihre Tagesvorschau für den 10. Januar 2026
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Martin Ling Ressort Politik
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Liebe Leserinnen und Leser!
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»Das ist ein Markt, den wir uns erobern sollten.« So hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen im September unverblümt die Absichten der EU bei den Verhandlungen mit den Mercosur-Staaten in Lateinamerika auf den Punkt gebracht. Jetzt ist die Zustimmung im EU-Ministerrat geglückt. Die qualifizierte Mehrheit von mindestens 15 der 27 EU-Staaten, die mindestens 65 Prozent der EU-Bevölkerung repräsentieren müssen, steht, da Italien nach langem Zögern seinen Widerstand aufgegeben hat und Frankreich mit Polen, Ungarn, Österreich und Irland als Nein-Sager alleine ließ, Belgien enthielt sich. Damit haben die Mitgliedstaaten der Union am Freitag in Brüssel den Weg für den Abschluss des lang verhandelten Freihandelsabkommens geebnet. Somit kann EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen kommende Woche zur Unterschrift nach Lateinamerika reisen.
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Die Kommission sieht in dem Abkommen, das seit nunmehr 26 Jahren verhandelt wurde, eine Chance, die Position der EU auf dem Weltmarkt zu stärken – gerade in Anbetracht aktueller geopolitischer Konflikte und zunehmender Handelsbarrieren aus China und den USA. Das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und inzwischen auch Bolivien) soll die weltweit größte Freihandelszone mit über 700 Millionen Konsument*innen schaffen. Es ist Teil einer umfassenden Strategie der EU, ihre Handelsbeziehungen zu diversifizieren und neue Absatzmärkte für exportorientierte Industrien zu erschließen.
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Für die kriselnden europäischen Industrieunternehmen verspricht der Deal massive Vorteile. Zudem bietet das Abkommen einen privilegierten Zugang europäischer Unternehmen zu kritischen Rohstoffen wie Lithium und Niob, die für die grüne und digitale Transformation der EU-Wirtschaft entscheidend sind. Vorbehalte kommen dagegen von den Gewerkschaften, weil sie eine neoliberale Handelspolitik fortführe, die auf exportorientiertes Wachstum setze. Deutlich schärfer geht die Linksfraktion (The Left) im EU-Parlament mit dem Abkommen ins Gericht. »Die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten opfern die europäischen Landwirte zugunsten multinationaler Konzerne«, kritisiert die Ko-Vorsitzende Manon Aubry. Es sei »das schlechteste Handelsabkommen, das die Europäische Union jemals geschlossen hat.«
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Ursula von der Leyen lässt sich von einer solchen Kritik freilich nicht beirren und weiß ihren Parteifreund Friedrich Merz an ihrer Seite. »Mit dem Abkommen stärken wir unsere Wirtschaft und die Handelsbeziehungen mit unseren Partnern in Südamerika«, betonte der Bundeskanzler Merz. »Das ist gut für Deutschland und für Europa.« Die Menschen haben dabei beide nicht im Blick, sondern die Konzerne.
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Eine informative Lektüre wünscht
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Was wir über die Vergangenheit wissen, stammt nicht mehr nur aus Büchern oder Filmen. Manche gewinnen sie heute auch aus Videospielen. Diese können historische Zusammenhänge in einer besonderen Weise erfahrbar machen.
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Sebastian Haak
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In den kurdischen Vierteln von Aleppo wurde nach gewaltsamen Gefechten eine Feuerpause verkündet. Doch Kurden werfen der syrischen Staatsführung in Damaskus vor, genau wie die Assad-Regierung zu handeln.
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Cyrus Salimi-Asl
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Die US-Migrationsbehörde ICE nutzt kommerzielle Handy-Standortdaten, um Menschen ohne Haftbefehl zu verfolgen. Das System kann ganze Nachbarschaften überwachen und Bewegungsprofile erstellen.
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Matthias Monroy
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Hallo Kim Müller, besten Dank für Ihr Textangebot. Wie immer haben Sie unseren Ansatz als sozialistische Tageszeitung sowie unsere Leserzielgruppe genau im Blick. Wie wir sind Sie ganz nah an den Menschen dran und betonen insbesondere das Soziale. Sie kennen die Vorteile mobiler Überwachungsgeräte für die Sicherheit der kleinen Leute und die »Trader des Jahres« persönlich; Sie verstehen die Probleme unverstandener Bevölkerungsgruppen wie Vermieter, Unternehmer und Superreiche. Ihr aktuelles Angebot hat uns besonders beeindruckt: »Vulkan-Gruppe als Terror-Franchise? Was das Modell der Linksradikalen so besonders macht«. Zugegeben, da wären wir nicht drauf gekommen! »Dezentrale Organisation, klare Wiedererkennung und einheitliche Muster im Auftreten« sind für Sie nicht nur Merkmale der McDonald’s, Apollo, Fressnapf & Co., sondern auch der bekennenden Stromnetzsabotierer. Dazu wollen wir natürlich mehr lesen! Wir freuen uns auf Ihren Text unter besonderer Berücksichtigung von Arbeitsbedingungen und Abhängigkeitsverhältnissen der Franchise-Vulkangruppe(n) sowie von Sorgen und Sachzwängen der Vulkan-Systemzentrale. Sicher kann die von Ihnen zurate gezogene Expertin und Franchise-Beraterin ein paar neue O-Töne aus dem Vulkan-Imperium liefern? Das würde den Text perfekt machen. Mit freundlichen Grüßen.
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Regina Stötzel
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Brandenburgs BSW-Landtagsfraktion zerbröckelt stückweise. Der verbliebene Rest stimmte am Freitag erstmals geschlossen für einen Antrag der AfD.
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Andreas Fritsche
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Früher konnte man »Jackass« für für eine Satire auf das kapitalistische Leistungsprinzip halten oder auf den »Ich-will-mich-endlich-spüren«-Esosprech. Mit Trump an der Macht hat dieser Spaß aufgehört.
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Christof Meueler
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Illustration: Kitti Hawk
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