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Ihre Tagesvorschau für den 14. Februar 2026
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Jana Frielinghaus Ressort Politik
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Liebe Leserinnen und Leser,
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am Freitag hat sie zum 62. Mal ihre Türen geöffnet: die Münchner Sicherheitskonferenz, kurz MSC. Rund 1000 Gäste sind dort versammelt, unter ihnen 60 Staats- und Regierungschefs, dazu Hunderte Minister, Parlamentarier, hohe Militärs, Vertreter der sogenannten Sicherheitsindustrie und ihrer Verbände. Herausforderungen wie der Klimawandel kamen als Sicherheitsproblem am Rande der Veranstaltung zwar vor, aber die Hauptrolle spielt auf dem Treffen das transatlantische Verhältnis. Also jenes zwischen den USA einerseits und den anderen Nato-Mitgliedern und der EU andererseits. Hier präsentierte man sich wie Bundeskanzler Friedrich Merz selbstbewusst: Er hob in seiner Grundsatzrede hervor, man habe „einen langen Urlaub von der Weltgeschichte beendet“. Zugleich bemühten er und viele andere sich, die Vereinigten Staaten zu einem klaren Bekenntnis zur Nato als Partner unter gleichen und zum Multilateralismus zu bewegen. Vom US-Diplomaten Michael Waltz bekamen sie das am Freitag noch nicht, bleibt abzuwarten, was US-Außenminister Marco Rubio in seiner Rede am Samstag sagen wird.
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Den Ukraine-Krieg möchte auch Kanzler Merz beendet sehen, allerdings klar aus einer Position der Stärke heraus. Russland müsse erst wirtschaftlich und militärisch erschöpft sein, dann sei es zu Zugeständnissen bereit. Für die Friedensbewegung, die in München zu vielen Protesten gegen die Militarisierung der internationalen Politik aufgerufen hat, wäre dagegen Diplomatie das Gebot der Stunde. Damit hat sie den Unmut des ukrainischen Regierungsapparates auf sich gezogen. Vor wenigen Tagen brandmarkte der Militärgeheimdienst HUR in einer Mitteilung die Friedensbewegung als „Putins Fanclub“ und nannte die Namen von vermeintlichen Organisatoren. Die sind aber gar nicht in Deutschland. Der Geheimdienst betreibe hier „gezielte Desinformation“, kommentiert der ukrainische Pazifist Jurij Scheljaschenko.
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Derweil geben sich auf der „Siko“ bekanntlich auch zahlreiche Wirtschaftsvertreter die Klinke in die Hand. Auch die aufstrebende Startup-Szene im Militärbereich erhofft sich von der Konferenz Entscheidungen für noch mehr Aufträge. Vor allem jene, die die Drohnen für den Ukraine-Krieg und andere militärische Auseinandersetzungen bauen, erleben einen regelrechten Boom.
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Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht Jana Frielinghaus aus dem Politikressort
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Israels Sicherheitskabinett hat eine Ausweitung der israelischen Kontrolle über das Westjordanland beschlossen. Federführend sind dabei die ultrarechten Kräfte in der Regierung.
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Oliver Eberhardt
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In der WHO tobt eine Debatte über digitalen Extraktivismus. Während Europa auf KI-Sprünge setzt, kritisiert der Globale Süden die Ausbeutung von Gesundheitsdaten. Experten warnen vor einer Vertiefung der KI-Kluft.
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Felix Sassmannshausen
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Auschwitz Komitee wirft AfD »Hitler-Verehrung« vor und fordert Innenminister Dobrindt auf, einen Verbotsantrag vorzubereiten. Andere Initiativen machen auf der Straße Druck.
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Sebastian Weiermann
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Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Gesetzlich Krankenversicherte, erfuhren wir neulich, durften sich im Jahr 2024 ganze 42 Tage lang auf einen Termin beim Facharzt freuen. 2019, als das Termin- und Versorgungsgesetz beschlossen wurde, waren es nur 33 Tage. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude, und deshalb kann sie gar nicht lange genug dauern. Und was ist das für ein Wachstum: 28 Prozent mehr Vorfreude in nur fünf Jahren, das macht ein jährliches Freudenwachstum um fünfeinhalb Prozent. Danach würde sich die deutsche Wirtschaft alle Finger lecken. Selten gab es ein so erfolgreiches Gesetz. Nur schade, dass Franziska Giffey nicht mehr zur Bundesregierung gehört. Sie hätte dem Gesetz einen netteren Titel gegeben, zum Beispiel Schöner-warten-Gesetz. Falls der Aufwärtstrend so weitergeht, werden wir etwa im Jahr 2057 die 100-Tage-Schallmauer durchbrechen. Die Politik sollte das langfristig vorbereiten, wenn es schon mal was zu feiern gibt. Ein Hustenbonbon mit nur einem Euro Zuzahlung für jeden, der mindestens 100 Tage gewartet hat – wahrlich, es wird eine große Freude über das Land kommen, wie schon der Apostel Medicus prophezeite.
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Wolfgang Hübner
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Neue BKA-Zahlen zeigen für 2025 wieder viele antisemitische Straf- und Gewalttaten. Diese stiegen durch umfangreiche Nachmeldungen der Länder. Auffällig ist ein sprunghafter Zuwachs im dritten Quartal.
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Matthias Monroy
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Kirsty Coventry erlebt beim Ausschluss des Ukrainers Wladislaw Heraskewytsch von den Olympischen Winterspielen eine schwierige Feuertaufe als IOC-Präsident. Bald wird es mit Russland oder Donald Trump noch unbequemer.
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Christian Hollmann, Mailand
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Illustration: Kittihawk
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