|
Das war der Tag 03. Mai 2026
|
|
|
|
Matthias Monroy Ressort Politik
|
|
Das US-Kriegsministerium hat angekündigt, rund 5.000 der etwa 39.000 in Deutschland stationierten Soldat*innen bis in zwölf Monaten abzuziehen. Als Begründung nannte das Pentagon eine »gründliche Überprüfung der Truppenpräsenz«. Die Ankündigung folgt auf einen öffentlichen Streit zwischen Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der den USA »offensichtlich keine Strategie« im Iran-Krieg attestiert hatte – woraufhin Trump neben scharfer Kritik an Merz auch Zölle von 25 Prozent auf EU-Autos und -LKWs androhte. Das kommt Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zupass, der zwar betont, die US-Präsenz liege »in unserem Interesse und im Interesse der USA«, Deutschland sei aber bei der Übernahme von »mehr Verantwortung« bereits »auf einem guten Weg«. Trumps Ankündigung befördert also die deutsche Militarisierung.
|
Was Medien als »Drohung« von Trump bezeichnen, ist aber auch ein Anlass, grundsätzlichere Fragen zu stellen. Denn die US-Stützpunkte – Ramstein, Grafenwöhr, Landstuhl, Büchel – sind seit Jahrzehnten in US-Militäroperationen im Nahen Osten und Afrika eingebunden. Damit spielen sie auch eine wichtige Rolle bei US-Völkerrechtsverbrechen. Deshalb ist der Abzug aus meiner Sicht eine prima Gelegenheit. Statt auf ein schrittweises Abziehen zu warten, sollte die wachsende deutsche Antikriegsbewegung die vollständige Aufkündigung der Stationierungsvereinbarungen fordern: Lasst das US-Militär nicht stückweise ziehen, sondern werft es hochkant hinaus!
|
Eine feine Lektüre am Wochenende wünscht Matthias Monroy aus dem Politikressort
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die USA haben unter Trump den Rohstoffreichtum Kongos ins Visier genommen. Das Versprechen Washingtons, Frieden gegen Rohstoffe, bleibt uneingelöst.
|
Balduin Bux
|
|
|
|
|
|
|
Weniger Teilnehmer als erwartet, Ärger mit der Polizei und große Gegendemonstrationen – Naziaufmärsche in Essen, Braunschweig und Gera
|
Sebastian Weiermann
|
|
|
|
|
|
|
In der alten BRD als Landesverräter abgestempelt, in der DDR als Kundschafter des Friedens verehrt – die Widerstandskämpfer der Roten Kapelle
|
Andreas Fritsche
|
|
|
|
|
|
|
Leadership beginnt im Gehirn. Das hätten Sie jetzt auch nicht gedacht, oder? Jedenfalls verkündet das ein neuer Leader-Ratgeber. Und der steht inmitten weiterer Leadership-Lektüre. Eine Sparte, die der Autorin bislang völlig verborgen blieb. Als Klassiker gilt dort: »Führen Leisten Leben«, es gibt praxisorientierte Werke wie »Extreme Ownership«. Dann »Das neue Führen« oder »Die 5 Dysfunktionen eines Teams«, und auch, vielleicht ganz gruslig: »Der Chef, den ich nie vergessen werde«. Angesichts von Deutschlands wirtschaftlichem Niedergang und den Schwankungen in der Bundespolitik – diese Bücher scheint niemand zu lesen, da können die Leader noch so sehr vom Leder ziehen. Es ist wohl wie mit den bis zu 100 Neuerscheinungen jeden Herbst, die sich allein der Weihnachtsbäckerei widmen. Am Ende kommen doch, wenn überhaupt und trotz Backbuch gebacken wird, die immer gleichen drei Sorten Lebkuchen auf den bunten Teller. Passend dazu könnte für diesen Dezember folgendes Buch vorgemerkt werden: »Gute Chefs essen zuletzt«.
|
Ulrike Henning
|
|
|
|
|
Anzeige
|
|
|
|
|
|
|
|
Bund und Länder ließen Afghanen in dunkler Limousine zur Dokumentenprüfung vorführen und grüßten lachend die Pförtner beim Bundesamt
|
|
|
|
|
|
|
|
Mehrere Menschen wurden im April durch Polizeischüsse verletzt, bereits zwei Einsätze verliefen dieses Jahr nach Schusswaffengebrauch tödlich
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Sie möchten nd.Kompakt nicht mehr erhalten? Sie können sich hier abmelden.
|
|
© 2026 nd.Genossenschaft eG, alle Rechte vorbehalten.
|
nd.Genossenschaft eG Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Deutschland
|
|
Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg GnR 957 B
|
|
Umsatzsteuer-ID: DE 349 552 555
|
|
|
|