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Das war Freitag, der 10. Juli 2026

Sarah Yolanda Koss

Sarah Yolanda Koss
Ressort Politik

Liebe Leser*innen,

Bis zu 140 000 gefährdete Stellen in den Krankenhäusern, die Verdopplung der Maximalzuzahlung bei rezeptpflichtigen Medikamenten, gestrichene Vergütungen für offene Sprechstunden und Organspende-Beratungen. Als eine Zumutung beurteilt selbst Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) das Beitragsstabilisierungsgesetz der gesetzlichen Krankenkassen, das die Bundesregierung diesen Freitag mit etlichen Verzögerungen beschlossen hat. Unsere Gesundheitsredakteurin Ulrike Henning kann sich dem in ihrer Darstellung der Reformfolgen nur anschließen.

Das Ziel des Manövers war es, dass die gesetzlichen Kassen nicht mehr ausgeben sollen, als sie einnehmen. Nicht zuletzt nutzt die Bundesregierung das Gesetz aber auch dafür, bei den Zuschüssen aus dem Bundeshaushalt zu sparen. So sind die versicherungsfremden Leistungen, die von den Kassen im staatlichen Auftrag übernommen werden, nun noch weniger gegenfinanziert. Diese Kosten, unter anderem für die Gesundheitsversorgung von Bürgergeldempfängern, sollen trotz aller Sparpropaganda weiter zum größeren Teil von den gesetzlich Versicherten getragen werden. Dabei ließe sich viel Zeit für Reformen gewinnen, wenn eben jene Leistungen vollständig durch den Bund übernommen würden.

Wenn Gesundheit weiter in dieser Form organisiert werden soll, braucht es eine Reform der Einnahmen, schlussfolgert meine Kollegin. Der radikalste Schritt wäre die Bürgerversicherung, gegenüber der alle mit allen Einkommen versicherungspflichtig sind. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, etwa konsequente Strukturreformen. Welcher Art diese sein müssten, lesen Sie im „nd“.
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht,

Sarah Yolanda Koss
Redakteurin Sozialpolitik

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