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Das war Mittwoch, der 29. Juli 2026
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Jana Frielinghaus Ressort Politik
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nun ist das Wesentliche von dem vollbracht, was Friedrich Merz nach dem Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef verfügt hatte. Am Mittwoch ernannte Bundespräsident Steinmeier Nina Warken zur neuen Kanzleramtschefin. Als Gesundheitsminister folgt ihr der bisherige CDU-Generalsekretär und antisoziale Hardliner Carsten Linnemann nach. Ebenfalls neu im Kabinett: Steffen Bilger. Der bisherige Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion und wird Verkehrsminister. Bis heute hat der Kanzler nicht erklärt, warum er den bisherigen Amtsinhaber Patrick Schnieder rausgeschmissen hat. Vielleicht ist der Mann aus der Eifel dem Regierungschef zu Bahn-freundlich? Zumindest der frühere Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Claus Weselsky, bedauerte dessen Ablösung am Mittwoch im Deutschlandfunk. Er fürchtet infolge des Führungswechsels in dem Ressort neue Verzögerungen bei der Erneuerung der Bahn.
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Während Merz mit seinen Personalrochaden sehr viele in der eigenen Partei gegen sich aufbrachte, dürfte seine Entscheidung für Thorsten Frei als neuen Unionsfraktionschef ihm vorerst etwas Luft verschaffen. Denn der bisherige Kanzleramtsminister gilt als enger Vertrauter des Kanzlers. Allerdings könnte auch gerade Frei seinen Förderer mit zu Fall bringen. Denn in der Union wird Frei seit längerem als „der kommende Mann“ gesehen, wie unser Autor Karsten Krampitz weiß. Er konnte sogar in der 1993er Abizeitung des Scheffel-Gymnasiums Bad Säckingen blättern und dabei feststellen, dass Frei früh große Pläne hatte. Dort ist zu lesen, dass der »Lieblingsschüler aller rechtsgerichteten Kräfte unseres Lehrkörpers« bereits als 16-Jähriger angekündigt habe, er werde »eines Tages der mächtigste Mann in diesem Land sein«.
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Merz sollte also wachsam sein. Zumal nicht nur Frei ihm zum Brutus werden könnte, nachdem er mit seiner selbstherrlichen Kabinettsumbildung große Teile der eigenen Partei gegen sich aufgebracht hat.
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Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen Jana Frielinghaus
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Gianni Infantino will die Fußball-WM anteilig an Investoren verkaufen. Auch die heftige Kritik an seinen Plänen dürfte den Fifa-Boss nicht aufhalten.
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Lennart Garbes
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Telegram-Gründer Pawel Durow soll international zur Fahndung ausgeschrieben werden – um ihn zum Dialog mit der russischen Regierung zu zwingen
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Daniel Säwert
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Modedesigner kehrt nach Berlin zurück: »Wir möchten hier kein zweites 1933 miterleben«. Der Schritt erntet Häme von rechten Kommunalpolitikern.
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Hendrik Lasch
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Es ist dies die schwierigste Zeit des Jahres. Millionen leiden. Millionen sehen ihren Blutdruck bedroht vom ewigen Am-Strand-Liegen, Dösen, Sich-vor-der-Sonne-Verstecken. Es ist eines der bestgehüteten Geheimnisse unseres ausbeuterischen kapitalistischen Systems: Im Sommerloch drohen bei jedem dritten Deutschen die Lichter auszugehen! Blutdruck im Keller, schwummerig vor den Augen, bumms, Bodenkontakt! So kann’s gehen. Und warum? Ganz klar: Es fehlt uns in dieser schwierigen Phase zwischen Herren-WM und Bundesligastart an Fußball-Kurzberichten! »Sechs Minuten Aufgeregt-Sprech am Stück, egal, was für ödes Zeug im Video passiert – für viele ist das die letzte Rettung ihres Blutdrucks«, so ein Experte, der vor unseren Augen zusammengesackt und ohnmächtig geworden ist, ehe wir seinen Namen abfragen konnten. Die Wahrheit des Befunds liegt auf der Hand! Wir brauchen das. Sind süchtig danach. Nach diesem Kick. Nach diesen aufgeregten ... Luft schnappenden ... halb schreienden ... Aufregung simulierenden ... Kurzberichten! Mit ihren auf- und niederschwappenden Stimmlagen. Mit ihren atemlos vorgetragenen, komplett sinnlosen Hintergrunddaten. »Da kommt der Kongolese, DER BIS 2024 BEI VIKTORIA KÖLN GESPIELT HAT!!!!« ... »Noch bereitet der 1,84-Mann sich in der 62. Minute auf seine Einwechslung vor ALS DIESER WEITSCHUSS NUR KNAPP AN DER ECKFAHNE VORBEIGEHT!!!« »Müller zu Schmidt ... Schmiiiidt zu Müüüüllerr ... Müllerrrrr zu ... SCHMIDT!!!!!« Mal ehrlich: Wie soll man einen Hochsommer überleben ohne den täglichen Adrenalinkick der Fußball-Kurzbericht-Aufregungs-Simulation? Millionen Menschen bangen in der Höllenhitze um ihr Leben. Kleine niedliche Hunde ebenso! Vielleicht auch Ihrer, liebe Leserin? Wir tun jedenfalls alles, Ihnen ein wenig anlasslose Aufregung zu verschaffen, bitte, bitte, da nicht für. Wir tun ja nur unseren Job.
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Klaus Ungerer
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Leihmutterschaft bleibt in Deutschland verboten, gleichzeitig können Privilegierte sie nutzen
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Ulrike Henning
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Der Theaterdirektor und Schauspiellehrer Ali Abu Yassin lebt im Strand-Flüchtlingslager (Al-Shati) in Gaza-Stadt. Ein Essay über die Seelenlage.
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Ali Abu Yassin
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