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Das war Montag, der 24. August 2026

Patrick Lempges
Ressort Politik

Liebe Leser*innen,

Knapp zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht die Linke vor einer schwierigen Frage: Wie kann sie verhindern, dass die AfD nach dem 6. September die politische Macht übernimmt – ohne dafür ihre eigenen politischen Ziele aufzugeben? Bei der Vorstellung des »Auftaktprogramms für ein zukunftsfestes Sachsen-Anhalt« der Linken Sachsen-Anhalt hat ihre Spitzenkandidatin Eva von Angern darauf eine klare Antwort gegeben: Die Linke sei bereit, Verantwortung zu übernehmen und Gespräche mit der CDU zu führen, aber nicht bereit, jegliche Politik der CDU abzunicken.

Stattdessen setzt die Partei auf ein eigenes Auftaktprogramm und stellt Wirtschaft und soziale Sicherheit ins Zentrum. Die neun Punkte reichen von einem Zukunftsfonds für Unternehmen über mehr Schulsozialarbeit und eine kostenlose Kita-Mittagsversorgung bis zu öffentlichen medizinischen Versorgungszentren im ländlichen Raum. Auch ein Sozialticket, eine bessere Finanzierung von Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie ein Landesfonds gegen Strom- und Gassperren gehören dazu. Finanziert werden soll das Ganze unter anderem über die Vermögenssteuer, für dessen Wiedereinführung man sich in einer Bundesratsinitiative einsetzten werde.

Mit diesem Programm formuliert die Linke laut Wolfgang Hübner Bedingungen für die Zeit nach der Wahl, sollte eine CDU-geführte Regierung auf ihre Unterstützung angewiesen sein. In seinem Kommentar erklärt er, dass angesichts der starken AfD und der komplizierten Mehrheitsverhältnisse, der Linken nach der Wahl eine entscheidende Rolle zukommen wird. Sie müsste dann zwischen entschiedener Opposition und einer möglichen Unterstützung einer CDU-geführten Minderheitsregierung abwägen. Langfristig müsse die Partei jedoch zeigen, wie sie ihren Anspruch, ein Gegenstück zum Rechtsruck zu sein, tatsächlich in konkrete Politik übersetzen kann. Egal wie es kommt, hart wird es allemal.



Eine informative Lektüre wünscht
Patrick Lempges

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