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Das war Dienstag, der 25. August 2026

Kurt Stenger
Ressort Wirtschaft und Soziales

Liebe Leserinnen und Leser,

die USA setzen ihren Krieg gegen den Iran nun mit anderen Mitteln fort. Da der erwartete militärische Sieg nach vielen Wochen weiter auf sich warten lässt, greift die Trump-Regierung nun zur Sanktionskeule. Die Maßnahmen sollen sich nach neuesten Ankündigungen gegen mehr als 60 Organisationen, Personen und Schiffe richten und Irans Einnahmequellen lahmlegen. Besonders im Fokus steht mal wieder der wichtige Ölmarkt. Das Besondere: Alle Handelspartner Teherans sollen die USA dabei unterstützen, sonst droht ihnen ebenfalls Ungemach. China als Hauptabnehmer iranischen Öls verbittet sich allerdings derlei Einmischungen. Ob das Vorgehen Washingtons nun zu einem Wiederaufflammen des schwelenden Handelskonflikts der beiden Großmächte führen wird?

Gleichzeitig gehen aber auch Verhandlungen im USA-Iran-Krieg weiter. Pakistan müht sich wieder in der Vermittlerrolle ab - eine Delegation führte in Teheran "konstruktive Gespräche", wie es bei solchen Anlässen gerne nebulös heißt. Der Anrainer Oman wiederum sucht einen bilateralen Deal mit Teheran bezüglich der Schifffahrt durch die Straße von Hormus und sieht sich daher Drohungen aus Washington ausgesetzt.

"Dass die neuen US-Sanktionen den Iran in die Knie zwingen werden, ist nach jahrzehntelanger Übung der Machthaber im Umgang mit Strafmaßnahmen wenig wahrscheinlich", kommentiert unser Nahostredakteur Cyrus Salimi-Asl. "Sicher ist dagegen, dass die Kosten der daraus resultierenden Wirtschafts- und Finanzkrise wie in der Vergangenheit auf den Schultern der iranischen Bevölkerung abgeladen werden."



Eine brenzlige Lektüre verspricht
Kurt Stenger, Co-Leiter des nd-Politik/Wirtschaft-Ressorts

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Viele Menschen nehmen sich ja selbst ausgesprochen wichtig. Böse Zungen behaupten sogar, dass immer mehr Menschen sich selbst um ein Vielfaches wichtiger nehmen, als angemessen und ihrer Umgebung sowie dem Gesamtzustand der Gesellschaft zuträglich ist. Mit den Details seiner selbst gibt es allerdings häufig Probleme. Einzelne Körperregionen wichtig oder in den Fokus zu nehmen, ist ein anspruchsvolles Vorhaben. So bedarf es, um durch den Beckenboden über die rechte Flanke bis hoch unters linke Schlüsselbein zu atmen, wie etwa beim Yoga anempfohlen, einer großen Konzentrationsleistung. Wer darin keinen Sinn sieht, dem sei gesagt: Tatsache ist, dass eine Studie eine andere Form der Konzentration auf eine Körperstelle für äußerst hilfreich befunden hat: Forscher*innen der Justus-Liebig-Universität in Gießen zufolge verkürzt es das Leiden erheblich, wenn man einer juckenden Region, etwa nach einem Insektenstich, besondere Aufmerksamkeit widmet. Sie fanden heraus, dass eine solche Entzündungsreaktion bei ausreichend Zuwendung sogar schneller abheilt, als wenn man versucht, sich vom Juckreiz abzulenken. Zweifelsohne steckt noch einiges an Potenzial im Hinfühlen und Hinatmen. Fragt sich nur, ob es gelingen kann, dass der Mensch auch mal ins eigene Oberstübchen hindenkt. Das wäre die größte Anstrengung wert.

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