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Das war Mittwoch, der 26. August 2026

Alexander Ludewig
Ressort Sport

Liebe Leser*innen,

haben Sie schon von der Sportvereinigung 07 Elversberg gehört? Wenn an diesem Freitag die 64. Saison der Fußball-Bundesliga eröffnet wird, dann startet der saarländische Erstligist in eine Mission, die sicherlich vielen gefällt: Klein gegen Groß. Dass ein Verein wie die SVE aus der 13.000 Einwohner-Gemeinde Spiesen-Elversberg ganz oben mitspielen kann, liegt unter anderem an der 50+1-Regel. Sie soll Mitgliedern und Fans Mitbestimmung und Teilhabe garantieren sowie verhindern, dass Investoren die Stimmenmehrheit in einem Verein erlangen. Diese europaweit einzigartige Regel wurde durch das Bundeskartellamt gerade noch mal gestärkt - nun muss der deutsche Profifußball sie nur noch richtig anwenden.

Aber ganz ehrlich, für Fußballromantiker ist kein Platz mehr in den Stadien der Bundesliga reserviert. Weil auch hier das Geld regiert, gingen 13 der letzten 14 Meisterschalen nach München. Doch selbst die erdrückende Dominanz des FC Bayern hält die Menschen nicht davon ab, Wochenende für Wochenende die Arenen zu strömen. Während die Zuschauerzahlen hierzulande stimmen, ist hier und da von einer gesteigerten Sorge um die internationale Konkurrenzfähigkeit des deutschen Fußballs zu hören.

Ob Sie ihrem Lieblingsverein die Daumen drücken oder doch lieber abschalten, wenn angepfiffen wird: Weil der Fußball oft ein Spiegel der Gesellschaft ist, wünsche ich eine sportliche Lektüre.

Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Alexander Ludewig

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Zum nervig-geheuchelten »gerne«, mit dem seit cirka 20 Jahren in Restaurants Bestellungen aufgenommen und gebracht werden, und zwar derart latent aggressiv, dass man darin eher das Gegenteil (»Du kannst mich mal gern haben«) wahrnimmt, gesellt sich in den letzten Jahren in allgemeinen Kommunikationsvorgängen oft ein merkwürdig unpassendes »ich danke« hinzu, das den Wunsch weckt, darauf mit dem althergebrachten »Danke für das Gespräch« zu antworten. Das geht aber nicht, denn dieses »ich danke« ist zwar reine Phrase, aber völlig unironisch gemeint. In Zeiten der verpflichtenden Scheinhöflichkeit und allgemein vorausgesetzten Selbstoptimierung in Ausdruck, Moral und Sitte mag man nur nicht mehr daran glauben, dass damit wie beim »gerne« in der Gaststätte die höchste Konzentration auf das Gegenüber ausgedrückt werden soll. Es ist die Schwundform der tradierten Höflichkeitsformel »vielen Dank für die Aufmerksamkeit«, mit der Vorträge beendet wurden. Zu Beginn der 90er Jahre gab es in Darmstadt ein sympathisches DJ-Duo, das sich »Bitte Danke« nannte. Dieser Name war noch offener, unverstellter Sarkasmus, niemand dachte daran, dass 30 Jahre später die Leute glauben könnten, dies sei ernst gemeint. Zu dieser Zeit sagte man im Restaurant noch »Danke sehr«, wenn man gefragt wurde, ob es denn geschmeckt habe und man höflich das Gegenteil ausdrücken wollte. Die Bedienung verstand, denn es bedeutete: »Danke für gar nichts!«

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