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Das war Freitag, der 4. September 2026
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Kurt Stenger Ressort Wirtschaft und Soziales
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Liebe Leserinnen und Leser!
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Die IG Metall und der Gesamtbetriebsrat waren im Volkswagen-Konzern früher eine durchaus mächtige Institutionen, mehr als in anderen Unternehmen hierzulande. Dass man im Streit um das neue Kürzungskonzept des Vorstands klein beigegeben hat, kam daher für viele überraschend. Zuvor hatten beide den geplanten massiven Stellenabbau und die Infragestellung von vier Standorten scharf kritisiert. Dennoch fiel im Aufsichtsrat jetzt ein einstimmiger Beschluss über den "Zukunftsplan 2030" von Vorstandschef Oliver Blume: Demnach sollen im Gesamtkonzern in den kommenden Jahren weltweit weitere 50 000 Stellen gestrichen werden. Und bis 2035 soll die Modellpalette »um rund 50 Prozent« reduziert werden. Gewerkschaft und Betriebsrat betonten, mit der Einigung sei eine »gefährliche Eskalation des Konflikts« verhindert worden.
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An den Standorten, die gefährdet sind, herrscht eine Stimmung zwischen Hoffen und Bangen. Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff sieht keine Entwarnung. »Die Krise bei Volkswagen ist nicht ausgestanden. Die Unsicherheit für die Beschäftigten bleibt, und die kommenden Wochen werden schwierig«, schrieb er auf Facebook. Im sächsischen Zwickau äußerte man sich dagegen erleichtert, dass keine Werksschließungen beschlossen wurden. Laut Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Bürger für Zwickau) bietet sich nun die Chance, den Standort weiterzuentwickeln.
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"Der einstimmige Beschluss des VW-Aufsichtsrats ist ein Schlag gegen die Arbeiterinnen und Arbeiter", kommentiert unser Autor Stephan Krull den Vorgang. "Wenn der Profit auf über 30 Milliarden Euro pro Jahr steigen soll, dann ist die Lastenverteilung in dem Beschluss schon sehr einseitig festgelegt." Krull hält es für einen großen Fehler, dass "weder die IG Metall noch der Betriebsrat über etwas anderes nachdenken als Autos, Autos und nochmals Autos".
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Eine interessante Lektüre wünscht
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Ex-Staatssekretär über Probleme der Grünen im Osten, Braunkohlealtlasten und die Chance einer zweiten Energiewende in den neuen Ländern.
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Interview: Jörg Staude
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Ein Verfassungsschützer spricht eine Gewerkschafterin auf dem Heimweg an. Für die GEW ein Skandal und eine Folge der wiedereingeführten Regelanfrage.
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Sebastian Weiermann
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Eine Intensivpflegerin erzählt, was der Sparkurs der Bundesregierung für ihr Krankenhaus bedeutet – und wie die Charité den Warnstreik behindert.
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Interview: Lea Fauth
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Wir hatten an dieser Stelle kürzlich schon einmal das Thema Maschinen, und wie sie uns auf den Zeiger gehen. Damals ging es um SB-Kassen, die uns dahingehend verunsichern wollen, ob wir denn auch wirklich alles eingescannt haben. Dabei ist der Ton, in dem uns der Computer zur gewünschten Handlung antreiben will, schon immer passiv-aggressiv gewesen. Neu ist die Frequenz, mit der man von der Technik genervt wird. Ein ansonsten ruhiger Tag sieht also so aus: Erst wird man in der Drogerie des Diebstahls verdächtigt, später dann, insofern man eine neue Sprache über eine App lernt, auch darauf hingewiesen, dass man seine Lektion für heute noch nicht gemacht hat (obwohl man es der App versprochen hatte, in der Hoffnung, dass sie einen dann in Ruhe lässt). Sie wird nun aber, reagiert man nicht sofort, stündlich säuerlicher. Heißt es erst »Du wolltest doch heute Italienisch lernen!«, wird sie zunehmend aufdringlicher: »Du wolltest jeden Tag ein bisschen vorankommen.« Ist einem auch das egal, kommt einem das Gerät schnippisch: »Willst du wirklich all deinen Lernfortschritt riskieren?« Bis hin zur höchsten Eskalationsstufe: »Ich dachte, du willst Italienisch lernen, aber anscheinend ja nicht. Von mir wirst du nicht mehr hören.« Endlich hat man das Teil also domestiziert. Es soll aber zahlreiche Menschen geben, die vor der App solche Angst haben, dass sie mittlerweile sieben Sprachen fließend sprechen.
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Christin Odoj
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Unter der neuen Intendantin Çağla Ilk wird das zuvor postmigrantisch ausgerichtete Maxim-Gorki-Theater zum kosmopolitischen Kunsthaus in Berlin.
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Erik Zielke
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Der 1. FC Union plant mit geringeren Einnahmen. Zugleich wartet der Klub aus Köpenick auf das große Wachstum – der Zeitplan dafür steht schon mal.
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Alexander Ludewig
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