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Das war Montag, der 7. September 2026
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Jana Frielinghaus Ressort Politik
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der überwältigende Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt kam nicht überraschend. Alle Appelle, alle Aufklärungsversuche über den wahren Charakter und das arbeiterfeindliche Programm der extrem rechten Partei – für deren Einordnung es die Klassifizierung durch den sogenannten Verfassungsschutz wahrlich nicht bedarf – verhallten ungehört. Ein Vertreter der evangelischen Kirche brachte es am Montag auf einer Pressekonferenz zivilgesellschaftlicher Organisationen auf den Punkt: Es zeige sich, „dass Faktenchecks und kampagnenhafte Polarisierung“ kein „wirksames Mittel gegen bekenntnishafte, quasireligiöse Formulierungen, unhaltbare
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Heilsversprechen“ seien, merkte Christoph Maier, Geschäftsführer der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt, an. Die müssen sich auf harte Zeiten einstellen und auch darauf, noch mehr Geflüchtete, queere und politisch aktive Menschen aus dem linken Spektrum nach gewalttätigen Übergriffen zu unterstützen als bisher. Sie appellieren nun an die Bürgergesellschaft im ganzen Land und an die demokratischen Parteien in Sachsen-Anhalt, ihnen angesichts einer drohenden Regierungsübernahme der AfD den Rücken zu stärken. Und setzen auf nichtstaatliche Unterstützung.
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Der fulminante Wahlsieg der extrem rechten Partei in dem kleinen Bundesland wird derweil von deren Geschwistern im Geiste in ganz Europa wie auch in den USA bejubelt, bis hin zu Elon Musk.
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Dagegen wurde Die Linke ausgerechnet durch die Kampagne "Taktisch wählen" und einen Aufruf des Netzwerks Campact geschwächt, die SPD und Grünen zu weitaus besseren Werten verhalf, als zu erwarten war. Beide Parteien erzielten nun bessere Ergebnisse als Die Linke, alle drei Parteien werden mit je acht Abgeordneten im Magdeburger Parlament vertreten sein. Diese Tatsache wiederum sorgte tatsächlich dafür, dass die AfD nicht die absolute Mehrheit zusammenbekommt. Eine AfD-Alleinregierung droht allerdings weiter – nämlich dann, wenn einige CDUler zu ihr überlaufen sollten.
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All das ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass eine Mehrheit der 1,3 Millionen Wahlberechtigten in Sachsen-Anhalt ihr Heil eben bei den rechten Rattenfängern suchte. Die CDU wurde zwar abgestraft und „halbiert“, doch in ihrem Landesverband finden sich sehr viele Brandmauer-Gegner, die lieber heute als morgen mit der AfD ins Koalitionsbett steigen würden.
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Stefan Otto bedauert in seinem Kommentar zudem, dass die Mehrheit der Bürger in Sachsen-Anhalt sich zu einer Art „Misstrauensgemeinschaft“ geworden und in Social-Media-Blasen abgedriftet ist. Zugleich kritisiert er, dass das BSW die extrem rechte AfD und das aggressive gesellschaftliche Klima in dem Bundesland weiter verharmlost, sich weiter als Steigbügelhalter für einen Ministerpräsidenten Ulrich Siegmund in Stellung bringt.
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Dass das desaströse Wahlergebnis der CDU auch eine Ohrfeige für die Bundesregierung im Allgemeinen und für den unbeliebtesten Kanzler aller Zeiten ist, liegt auf der Hand. Doch das Umfeld von Friedrich Merz lehnt weiterhin jegliches Nachdenken über die jüngsten „Reformpakete“ ab, die einen großen Sozialkahlschlag eingeleitet haben. Von der SPD kommt mal wieder ein bisschen handzahmer, aber sicher folgenloser Widerspruch.
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In der aktuellen digitalen nd-Ausgabe finden Sie weitere Beiträge rund um den Wahlausgang in Sachsen-Anhalt, und auf der Webseite noch mehr.
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Verlieren Sie nicht den Mut!
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Aus dem Politikressort grüßt
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Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist in Nordrhein-Westfalen besonders drastisch. Das Land baut nun sein Housing-First-Konzept aus.
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David Bieber
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Hochrangige Mitarbeiter der ukrainischen Justiz sollen Callcenter-Betrüger geschützt haben, die europaweit Millionenbeträge erbeuten.
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Bernhard Clasen, Kiew
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Das linke italienische Tech-Kollektiv gibt auf. Die US-Repressalien erweisen sich als zu massiv und die Politik leistete keine Unterstützung.
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Andrea Capocci
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Die Wahldebakel wollen nicht enden. Eine eigens von mir urchgeführte Sonntagsfrage – Wem würden Sie Ihre Stimme geben, wenn noch in dieser Woche ein neuer Bundestag gewählt würde? – innerhalb der nd-Kulturredaktion hat ein erschreckendes Ergebnis zutage gefördert: Während sich die Hälfte der hier durch ein festes Arbeitsverhältnis beschäftigten Feuilletonisten der Umfrage qua Abwesenheit entzogen hat, sind fünfzig Prozent der abgegebenen Stimmen auf Die Partei entfallen und die anderen fünfzig Prozent auf die Deutsche Kommunistische Partei. Da versuchte erst das »ND«, bald auch das »nd« die Außenwelt jahrzehntelang glauben zu machen, man habe mit der Tradition der Parteizeitung, wie sie zu Existenzzeiten der ollen DDR gepflegt wurde, wirklich gebrochen, schon kommen neue Zweifel auf. Ergibt die Mischung aus der DKP mit ihrem dogmatischen Verständnis von Marxismus und aus Die Partei mit ihrem unbestreitbaren Satirecharakter nicht das Bild der SED, wie es sich in der langen Degenerationsphase der DDR in den 80er Jahren zeigte? Aber vielleicht sollte man es zunächst einmal zu einer solchen wirklich Großen Koalition kommen lassen, bevor man vorschnell verdammt, was der Wählerwille befohlen hat.
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Erik Zielke
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Hat sich in deutschen Medienhäusern noch nicht herumgesprochen: Nicht ausgeschlossen, dass die Wählerschaft rechtsextremer Parteien rechtsextrem ist.
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Thomas Blum
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Berlin hat wegen nicht bewiesener Unterstützung seiner Einwohner weniger Chancen als München, als Bewerber für die Sommerspiele ausgewählt zu werden.
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Andreas Fritsche
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